Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Adler-Bräu/Stettfeld: Stöpflder Classic (Nr. 1457)

Gestern habe ich ja geschrieben, dass ich es mag, wenn eine Brauerei nicht mit Informationen geizt. Im Gegenteil. Das macht mir “meine Arbeit” leichter. Wenn eine Brauerei auf ihrer Homepage zum Beispiel ihr ganzes Sortiment auflistet, vielleicht bei den Sondersuden auch noch, wann es die gibt, dann kann ich relativ einfach sagen, ob ich jetzt schon mit der Brauerei durch bin – oder eben noch nicht. Zwar steht das auch in der einen oder anderen Bierdatenbank bzw. im einen oder anderen Bierführer. Aber darauf kann man sich auch nicht immer verlassen.

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Wenn es bei einer Homepage – wie beim Adler in Stettfeld –zwar schöne Fotos vom Biergarten und dem Sudhaus gibt, dann ist das für potentielle Gäste natürlich schön. Aber ich hätte halt immer gerne mehr Infos … So wäre mir zum Beispiel das Stöpflder Classic beinahe durch die Finger gerutscht. Aber in einem Ebelsbacher REWE ist mir die Flasche dann doch aufgefallen. Stöpflder Classic. Aha. Was soll das jetzt sein? Ein Bier nach Pilsner Brauart. Das kann viel bedeuten. Wie schön wäre es jetzt, wenn ich auf der Homepage der Brauerei … Aber da steht ja nichts.stoepflder-classic-2

Stöpflder” ist übrigens Fränkisch für Stettfelder, aber das kann man sich denken. Dafür muss man nicht recherchieren. Die Zutaten auch nicht, da stehen Wasser, Malz und Hopfen auf dem Etikett. Welcher Hopfen? Was soll’s, ich frage schon gar nicht mehr. Jedenfalls riecht das golden-klare Bier schon ein wenig citrus-hopfig. Aha! Schon mal interessant. Geschmacklich muss ich sagen, dass es ansprechender riecht, als es schmeckt. Wobei es nicht übel schmeckt. Es ist halt “nur” ein Trinkbier. Also ein Bier, dass sich unaufgeregt nebenher “süffeln” lässt. Der Hopfen bleibt anfänglich ein wenig unterschwellig. Da darf sich am Anfang eher das Malz zeigen. In der Mitte “schwächelt” es ein wenig. Da darf man kein “Aromenfeuerwerk” erwarten. Erst im Abgang wird es dann wieder ein wenig dutlicher in der Aromatik. Da kommt dann der Hopfen hervor. Die blumigen noten gefallen, aber für ein Pils – wenn es denn eines sein soll – könnte der Abgang knackiger sein. Wie gesagt, umhauen tut das einen nicht. Und ich meine jetzt nicht wegen der 5,0 %. Aber ein solides Trinkbier ist es allemal. Wenn es das sein soll, dann muss ich sagen: Passt schon! Nur ob das so gemeint war – dafür fehlen mir wieder die Informationen. 😉

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