Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Bierwerk/Nürnberg: Werkbier Märzen (Nr. 2012)

A new day, a new beer! Und diesmal kommt das Bier des Tages von einer neuen Brauerei , dem Bierwerk, aus Mittelfranken, genauer gesagt aus Nürnberg (bzw. vor den Toren Nürnbergs). Im Landbierparadies (glaub ich, war’s) sind mir da zwei Flaschen in die Hände gefallen: ein Märzen und ein Doldi Citrus Pale Ale. Muss ich mir doch mal anschauen – also gibt es das Märzen heute im Test.

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So neu ist das Bierwerk eigentlich nicht, eigentlich existiert es als Hobbybrauerei schon seit 1999, so kann man es auf der Homepage erfahren. Wobei der Begriff “Hobby” fast zu tief gestapelt ist, schließlich sind unter den Bierwerkern Ingo Hoffmann, Andi Stempfle und Willi Wohlfart ein Gastronom und Biersommelier und ein gestandener Braumeister. Kein Wunder, dass die Brauerei zwar klein, aber eben auch richtig fein ist.

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Feine Brauerei = feine Biere? Kann sein, muss aber nicht. Die Farbe gefällt jedenfalls schon mal. Auf dem Etikett wird sie als “Mahagoni” beschrieben, man könnte es auch einfach “bernstein naturtrüb” nennen. Klingt nicht ganz so “sommelierig”, würde es aber auch treffen. Und dem Franken reicht es eh. Das Aroma passt zu einem Märzen. malzig, würzig, gut. Also mal ran an den ersten Schluck aus der kleinen 0,33er Longneck-Flasche. Ok., bei einem Märzen könnte man sich auch eine 0,5er Flasche gönnen – allerdings wäre das Bier dann deutich teurer. Und es stünde in direktem Wettbewerb mit den Märzen aus den klassischen Landbierbrauereien …

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Apropos Märzen von den Landbierbrauereien. Wie schlägt sich denn das bierwerk werkbier märzen so geschmacklich? Nicht schlecht, muss ich sagen, nicht schlecht. Das Etikett “wirbt” mit einer Zartbittere, die das Bier auch wirklich hat. Und man kann es fast auch gar nicht besser beschreiben: Der Malzkörper hat schöne Honig- und Karamellnoten, das Bier ist aber nicht zu süß, aber auch nicht zu “brotig” und läuft nach hinten heraus schön langsam in eine immer vollere “Herbe” aus. Trinkt sich recht gut, vor allem wegen der Zartbittere, die dem Bier einen eigenen Charakter gibt. Solide, sehr solide. Für meinen Geschmack könnte es sogar noch einen Ticken mehr Volumen und statt 5,2 % auch noch ein wenig mehr Alkohol haben, aber ich stehe ab und an auch auf barocke, schwerere Märzenbiere. Aber so ein kleines, moderneres Märzen hat auch was. 😉

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