Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Faust/Miltenberg: Hefe-Weizen Dunkel (Nr. 1534)

So ein Sonntag ist ideal, um sich mal hinzusetzen und ein wenig vorauszuplanen. Für die nächste Zeit muss ich mir noch ein paar besondere Biere aussuchen bzw. besorgen. Da wären zum Beispiel ein paar “interessante Pilsner” für die nächste Woche, für “Weiberfasching” ein “Frauenbier”, für Rosenmontag eines Bier, das gut zum Rosenmontag passen würde, und ein 5er Fass-Bier für den Faschingsdienstag. Und dann kommt ja die Fastenzeit, in der ich eigentlich kein Bier trinken will. Aber keine Panik, in der Fastenzeit gibt es trotzdem jeden Tag eine Kolumne. Ich muss nur bis zum Aschermittwoch ein paar Biere “vortesten”. Außerdem faste ich “gut katholisch”, was heißt, dass Samstag um 14.00 Uhr die Glocken des Bamberger Doms den Sonntag einläuten. Und Sonntage sind keine Fastentage! Außerdem werde ich die Fastenzeit wieder nutzen, um euch das eine oder andere Alkoholfreie vorzustellen. Da haben sich in den letzten Monaten nämlich auch schon ein paar angesammelt …

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Aber das ist alles noch lange hin. Jetzt ist erstmal ein ganz normaler Sonntag, an dem es ein “ganz normales” Frühschoppenweizen gibt. Naja, nicht ganz so normal, denn es handelt sich bei dem heutigen Bier des Tages um ein dunkles Weizen. Und die sind ein wenig seltener als ihre hellen Geschwister. Dafür sind sie aber häufig auch “aromatischer”. Das Hefe-Weizen Dunkel der Brauerei Faust aus Miltenberg könnte so ein aromatisches dunkles Weizen sein. Immerhin hat das Weizen 2008 einen goldenen Bierstern einheimsen können. Kann so schlecht also nicht sein, oder?
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Im Glas sieht es dunkelbraun und natürlich deutlich trüb aus. So weit, so gut. Mal nur so eine (ketzerische) Frage: Gibt es eigentlich auch dunkle Kristallweizen? Wäre doch mal eine Idee, oder? Aber ich schweife ab, Kristallweizen sind eine Sache für sich, darüber schreibe ich vielleicht nächsten Sonntag wieder mal. Beim dunklen Faust Hefe riecht man erstmal – natürlich – die Hefe. Im Geschmack hat man die dunklen Malzaromen, gepaart mit Banane, nicht so viel Trockenfrucht, dafür aber eine angenehm leichte Würze für ein dunkles Weizen. Ja, es wirkt für ein dunkles Weizen recht leicht. Das macht es unheimlich lässig trinkbar. Manche dunklen Weizen sind da ja recht brachial in ihrer Aromatik und wirken schwer und sättigend. Das passiert hier nicht. Was auf der einen Seite angenehm ist, was man auf der anderen Seite aber auch bemängeln könnte. Denn gerade diese schweren dunklen Aromen erwarten vielleicht manche Biertrinker. Vielleicht ist es nicht ein “prototypisches” Dunkles Weizen. Aber das macht es mit Süffigkeit wieder weg. Und was anderes als immer nur ein helles Hefe ist es allemal!

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