Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Fischer/Wieseth: Das Helle (Nr. 261)

Das mit der Auswahl an Bieren, die ich hier vorstelle, ist ja so eine Sache. Als ich aus einer Bierlaune heraus das ganze angefangen habe, dachte ich mir noch, es wäre relativ einfach, die Biere für diese Kolumne auszusuchen. Auch meine Freunde meinten ganz lapidar: “Naja, bis du jedes Bier bei unserem bevorzugten Getränkehändler [gut, sie nannten den Namen, den ich hier nicht wiedergeben möchte. Schutz der Person in der Öffentlichkeit und so …] durch hast, ist ja schon alleine das halbe Jahr rum.” Das stimmt zwar, aber dann wäre es ja nicht repräsentativ. Also fuhr ich ein wenig rum und trank und kaufte ein, Freunde brachten (und bringen) mir Biere mit usw. Dabei kommen nicht immer die besten oder interessantesten Biere einer Region/Brauerei um Vorschein. Und nicht alle Regionen sind leider gleich stark vertreten. Um das Bier des Tages so zu schreiben, hätte ich ja erst alle Biere Frankens testen, bewerten und dann die besten und interessantesten auswählen müssen. Puuuh, das ist eine Lebensaufgabe, denke ich mal. Aber einen Einblick in die Vielfalt der fränkischen Brauereilandschaft liefert es allemal. Wenigstens das …
Mittelfranken war bisher ein wneig unterrepräsentiert, was ich jetzt – sozusagen im Endspurt – ein wenig ausgleichen will.

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Zum Beispiel mit dem Hellen der Brauerei Fischer in Wieseth. Die Flasche fand ich in Nürnberg bei einem gut sortierten Getränkehändler. Mitgenommen hatte ich das Helle und das Spezial. Wenn ich ein Bier auswähle, dann meist nach den Kriterien Sorte (ein helles und ein dunkles sollten dabei sein), “Eyecatcher” (interessante Sorten oder Etiketten) und Bekanntheitsgrad – und oftmals einfach auch nur “das kenne ich noch nicht”. Die Fischer-Biere aus Wieseth habe ich eher aus letztem Grund mitgenommen, denn die Euro-2-Flaschen mit den recht eintönig gestalteten Etiketten machen wenig her. Im Glas sieht das beim Hellen schon anders aus. Da gibt sich das 4,9%ige Helle nämlich keine Blöße. Malzig breit kommt es daher, aber eben nicht süß. Die Würze ist genau abgestimmt, hält sich im Hintergrund, ist aber immer da. Die Hopfenherbe baut sich von Schluck zu Schluck nur leicht auf. “vollmundig, mild, weich, süffig, feinwürzig”, nennt das die Brauerei auf ihrer Homepage. Und ich würde kurz schreiben: auch gut!

P.S. Was das Spezial auf dem Etikett nicht verrät, die Homepage dagegen schon, ist der Bierstern in Gold für das Spezial, den es 2006 erringen konnte. Na, dann wird das demnächst auch zu testen sein …

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