Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Kaiser/neuhaus: Mandarina Bavaria Sommerweisse (Nr. 1779)

Erst mal einen schönen Feiertag euch allen. Für den heutigen Tag der Einheit hätte ich mir ja eigentlich ein Weizen aus dem thüringischen Teil Frankens aussuchen müssen – aber mal ganz ehrlich: Den 3. Oktober verbinde ich ja mit viel, aber nicht so recht mit der deutschen Einheit. Tut mir leid. Und ich denke mal, es geht den meisten wie mir. Man sitzt eher in der schönen Oktobersonne und genießt das Leben als die deutsche Einheit zu feiern. Deshalb habe ich mich heute für eine “festliche” Sommerweisse” entschieden: die Mandarina Bavaria Sommerweisse der Brauerei Kaiser aus Neuhaus bei Pegnitz.

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Die hätte ich ja beinahe nicht in meinen Blog aufgenommen, weil ich schon mal eine Mandarina Bavaria Weisse von der Brauerei Kaiser in Neuhaus hatte. Damals hieß sie Veldensteiner Bierwerkstatt Mandarina Bavaria und war mein Bier des Tages Nummer 1116. Als jetzt in diesem Jahr die Mandarina Bavaria Sommerweisse rauskam, bin ich zunächst davon ausgegangen, es sei dasselbe Bier in anderen Flaschen.

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Also hatte ich auf die Frage meiner weltbesten Biertestergattin, ob ich das Bier zum Testen bräuchte, erst mal mit “Nein” geantwortet. Sie bestand trotzdem darauf, dass ich es mir mal genauer ansehen sollte – und siehe da, die beiden Biere unterscheiden sich in ihrem Alkoholgehalt: 5,2 % das der Veldensteiner Bierwerkstatt, 5,4 % das unter der Marke Kaiser. Was mich stutzig machte. Doch nicht dasselbe Bier? Wurde die Rezeptur nach den Erfahrungen mit dem ersten Bier für die Sommerweisse verändert? Könnte sein – und mit geänderter Rezeptur müsste ich das Bier neu besprechen. Was tun? Bei der Kaiser anrufen und nachfragen? Würde man da überhaupt antworten? Oer einfach noch mal besprechen?

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Ich hatte mich für letzteres entschieden. Sozusagen nach dem Prinzip: Im Tweifelsfall für den “Angeklagten. In dem Fall für das Bier. Das sieht nett aus mit seiner bernstein-trüben farbe. Beim Geruch fällt neben den Mandarinen- und   Orangenschalen-Note auch noch die Hefe auf. Klar, soll ja ein Weizen sein! Auch beim geschmack hat man dieses typische Aroma von Orangen- und Mandarinenschalen … Ich finde, da könnte es ein wenig fruchtig-süßlicher sein. Denn irgendwo ist es mir für ein Sommerweizen fast zu … “bitter”. Nicht schlecht und schön hopfig, aber nicht ganz so glänzend brillant wie die Spätsommersonne im goldenen Oktober. Da hätte es fruchtiger sein und frischer wirken können – aber das ist wahrscheinlich eher mir als dem Bier anzulasten. Denn über die Zeit der Lagerung baut das Hopfenaroma bei hopfengestopften Bieren wieder ab. Und wie gesagt, da ich von einem “Doppel-Test” ausgegangen bin, hatte ich den Biertest erst mal beiseite geschoben. Mea Culpa. Ich gelobe hiermit Besserung und verspreche, mir erstens meine Testbiere genauer anzuschauen und zweitens auch wieder zügiger zu testen!

 

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