Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Tucher/Fürth: D-Pils (Nr. 1356)

Eine Gegend, die mich auch noch eine ganze Zeit beschäftigen wird, ist das Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen, wobei es bei mir vor allem um Nürnberg und Fürth geht. Oder um die Brauerei Tucher und die zig Pilsner, die es aus Fürth/Nürnberg (oder Nürnberg/Fürth) gibt.

 

Gefühlt habe ich ja auch schon zig Tucher Pilsner in der Hand gehabt. Da war das Lederer Pils, das Patrizier Albrecht Dürer Pils, das Tucher Pils (in Form des Tucher Crown oder als “normales” Pils) und nicht zu vergessen das “craftige” Nürnberger Pils. Und dann gibt’s ja auch noch das Humbser Pils und was man sonst noch so braut. Ein Falkenfelser Pils soll ja auch noch von der Tucher kommen.

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Und dann hatte ich letzthin in einem Getränkemarkt neben dem “normalen” Tucher Pilsner ein Tucher D-Pils gefunden. “D-Pils“??? Was soll denn das? Schankbier steht auf dem Etikett. Schankbier bedeutet, dass beim Brauen weniger Malz verwendet wird, die Stammwürze liegt also zwischen 7 % und 10 %. Beim Tucher D-Pils sind es 9,4 %. Während die meisten Schankbiere deutlich weniger Alkohol haben, liegt das Tucher D-Pils mit 4,9 % deutlich im Rahmen dessen, was ein “Vollbier-Pils” so hat. Was macht das D-Pils mit 9,4 % Stammwürze und 4,9 % Alkohol nun so besonders im Vergleich zum Pilsner mit 5,0 % bei 11,8 % Stammwürze. Der Schlüssel liegt in der Kalorienangabe. “D-Pils” bedeutet nämlich “Diät-Pils”, allerdings will man es in Fürth nicht mehr so benennen. Wahrscheinlich möchte man nicht in die Nähe von Leichbieren gerückt werden.

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Um bei deutlich weniger Stammwürze nahezu genau so viel Alkohol zu bekommen wie bei einem Vollbier, muss das Bier “hochvergoren” werden. Viel Restsüße darf man bei soo einem Bier kaum erwarten. Das hellgelbe Pils hat ein leichtes Hopfenaroma. Geschmacklich fällt der äußerst schlanke Körper auf. Man müsste es vielleicht nicht unbedingt “dünn” nennen, aber Volumen ist etwas anderes. Anfänglich passt sich die Bittere noch an den getreidigen Hopfen und den schlanken Körper an.

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Aber übers ganze Seidla wird’s jedoch immer bitterer, was beim schlanken Körper nicht unbedingt angenehm auffällt. Sagen wir es mal so: Es ist ein durchschnittliches Pils, das beste daran ist wohl, dass es nicht so schnell “anschlägt”. Kalorientechnisch. Das ist aber auch alles.

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