Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Braumanufaktur Weyermann®/Bamberg: Summer Ale (Nr. 1978) & Nikl Bräu/Pretzfeld: Winter Ale (Nr. 1979)

Heute habe ich mal wieder zwei Biere als Bier des Tages im Programm, für die ich entweder zu früh oder aber eben zu spät dran bin. Da wäre auf der einen Seite das Summer Ale von der Braumanufaktur Weyermann® in Bamberg. Ich muss ja sagen, dass ich die Braumanufaktur Weyermann® schon ein wenig als meine “Hausbrauerei” ansehe. Das liegt zum einen daran, dass die Braumanufaktur Weyermann® von mir vielleicht nur zwei bis drei Steinwürfe entfernt liegt und ich da ab und an vorbeikomme, um im Craftbeer- und Fanshop mal “nach dem Rechten zusehen”. Zum anderen kennt man sich halt in Bamberg, läuft sich hier und da mal über den Weg … Und dann mag ich die Biere halt einfach.

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Und da macht auch das goldgelbe Summer Ale keine Ausnahme. Im Aroma hat man fruchtige Noten, die sich mit etwas “Erdigem” mischen, so ein wenih Pinie oder Kiefer vielleicht. Nice und irgendwie auch ein wenig vertraut, wenn man sich ein wenig mehr mit Craftbeer beschäftigt. Geschmacklich erwartet einen Beim Summer Ale auch keine besondere Überraschung, also vor allem keine negative! Das Summer Ale schmeckt … nach Summer Ale eben. Der Körper ist eher ein wenig leichter – trotz 30 % Weizenmalz. Der Geschmack ist schön fruchtig mit Grapefruit, Pfirsich, dazu ein wenig blumige Aromen und wieder etwas Pinie. Ausgewogen, spritzig, feine Säure. Das passt in den Sommer, ohne Frage. Und wer ein wenig “Summerfeeling” braucht, kann auf den Bacardi verzichten. Here we go!

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Nur will jetzt nicht jeder mit einem Fingerschnippen in den Sommer gebeamt werden. Schließlich stehen die Ski noch rum und irgendwie hatte der Wetterbericht doch ein Winter-Comeback versprochen. Also lieber auf dem Sofa warm einkuscheln und ein Nikl Winter Ale aus Pretzfeld aufmachen? Farblich macht das Nikl deutlich mehr auf Winter.

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Und geschmacklich schiebt sich in den fruchtigen Ale-Körper eine ordentliche Schippe Rauchmalz. Also jetzt nicht wie eine Lawine über den Berghang, denn das Raucharoma macht die anderen Aromen nicht platt. Man muss es sich eher vorstellen wie so ein Kaminfeuer-Raucharoma, gepaart mit fruchtigen Aromen. Da kommt der Mandarina Bavaria durch. Und keine Sorge, die Mischung aus 40 % Rauchmalz und Mandarina Bavaria passen gut zusammen. So, wie Mandarinen eben gerne am Kaminfeuer gemampft werden. Oder auch ohne Kaminfeuer. Schön rauchig, schön fruchtig, schön malzig …

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Was soll ich sagen: Ein echtes Winterbier, das alles hat, was einWinter Ale braucht. Wobei da natürlich die Sache mit dem Rauchmalz ist. Das passt zu Franken und zum Winter, aber man muss das Raucharoma und die Kombination mit den Frucht- und Hopfennoten (Spalter Selekt, Spalter Spalter, Mandarina Bavaria) natürlich mögen. Wenn aber, dann passt es!

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Ein echt gegensätzliches Duo, schaut man es sich mal so an. Dabei sind beides streng genommen Pale Ales, also der gleiche Bierstil. Wobei das Summer Ale von der Braumanufaktur Weyermann®  mit 5,2 % Alkohol ein wenig “leichter” ist als das Winter Ale von Mike Schmitt mit 5,6 %.

Ach, und die beiden Biere haben eine Gemeinsamkeit: Bei beiden Pale Ales gibt es besagte Schippe Weizenmalz. Beim Winter Ale ist es über Eichenholz geräuchertes Weizenmalz, das wohl wiederum von Weyermann® kommen dürfte. Ein cooles Malz! Coole Biere! Egal, ob Sommer oder Winter.

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