Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Glenk Bräu/Bayreuth: Heller Bock (Nr. 2077)

Heute gibt es mal wieder ein Glenk-Bier aus Bayreuth. Das letzte Mal, dass ich mir ein Glenk-Bier an geschaut hatte, war 2015, also scho ein wenig länger her. Und damals begann mein Bier des Tages mit den Worten: “Wie geht’s eigentlich mit der Brauerei Glenk in Bayreuth weiter?” Damals wurde der Bau eines Brauhauses angekündigt. Glenk-Bier sollte endlich wieder in Bayreuth gebraut werden.

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2016 berichtet dann der Nordbayerische Kurier darüber, dass es neben dem Glenk-Garten wieder ein Brauhaus mit einem 10 Hl-Sudwerk errichtet wird. Also doch gute Nachrichten, möchte man meinen. Also habe ich mal auf die Homepage der Brauerei nach mehr Infos gesucht, aber da führen die Links aktuell (Stand 02.05.2018) zum Teil ins Leere.Und auch die Facebook-Seite der Glenk Bräu finde ich kaum mehr Infos. Im Januar 2017 wird freudig die Neueröffnung der Brauerei verkündet, im Februar müssen schon wieder – unter Hinweis auf zahlreiche Verkaufsstellen – Gerüchte um den Verkauf dementiert werden. Und die letzte Info kommt aus dem August 2017. Es wird also wieder in Bayreuth gebraut, aber mehr Infos wären wünschenswert. Leider kennt man das von fränkischen Brauereien: In Sachen Marketing ist da noch ganz viel Luft nach oben … Man muss ja keine teuren Marketingkampagnen fahren. Ein paar Fotos von der Brauanlage, ein paar Fotos aktueller Biere in den üblichen sozialen Netzwerken wirken oft schon Wunder.

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Naja, sei es, wie es mag. Dann schaue ich mir das helle Bockbier vom Glenk halt ohne weitere Hintergrundinfos an. Das Etikett mit den weiß-blauen Rauten erinnert zumindest mich eigentlich mehr an einen Weizenbock. Aber egal, steht ja drauf, dass es ein heller Bock ist. Optisch macht der Bock mit seiner goldenen Farbe und seinem Schaumkrönchen was her. Kann man lassen. 6,5 % Alkohol sind auch in Ordnung. Klar, es gibt deutlich stärkere Böcke, aber wenn man mal ein Seidla mehr trinken will, ist mehr eher störend. Beim Geruch fühle ich mich so ein wenig an kochende Bierwürze erinnert. Kann man auch so lassen, geht aber auch “attraktiver”, wie ich finde. Und der Geschmack? Da bin ich mir ein wenig uneins, wie ich den finden soll. Der Glenk Bock will eindeutig eher auf die “hopfige Seite” tendieren. An sich nicht schlecht mit seinen grasigen und Zitrus-Noten. Aber für meinen Gaumen setzen Hopfenaromen und Bittere einw enig “harsch” und unvermittelt ein. Persönlich fehlt mir da ein wenig mehr Körper vom Malz, vielleicht auch mehr Süße. Mit einem Malzkörper, der sich mehr aufbaut, wäre das Bier mehr nach meinem Geschmack.

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Aber das ist ja immer so ein Punkt: Wenn man eine Brauerei wieder aufbaut, soll man dann an den Rezepten drehen oder nicht? Dafür spräche, dass es die ideale Gelegenheit wäre, die Biere dem Zeitgeist anzupassen. Dagegen spricht, dass man mit geänderten Rezepten vielleicht auch noch die letzten Stammkunden verprellt. Einen goldenen Mittelweg, der alles richtig macht, gibt es wahrscheinlich nicht. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass es monatliche Sonderbiere geben soll, die im Glenk Garten ausgeschenkt werden sollen. Zumindest dafür bräuchte man aber in den sozialen Netzwerken zumindest ein klein wenig “Werbung” …

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