Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Löwenbräu/Buttenheim: Bockbier Dunkel (Nr. 317)

ch geb’ja zu, ich “bin a Süßer”, wie meine Mutter immer gesagt hatte. Also nicht, dass ich süß aussehen würde oder gar besonders lieb und nett als Kind gewesen wäre. Gott bewahre! Nein, ich mag’s halt nur süß. Und da freu ich mich natürlich schon auf die Weihnachtszeit mit all den Zimtsternen, Lebkuchen und Dominosteinen. Ja, das ist so nach meinem Geschmack.
Nach meinem Geschmack ist übrigens auch der Bock von der Löwenbräu aus Buttenheim. Wobei ich sagen muss, ich hatte am Anfang ein wenig Bedenken, den Bock zu probieren. Klar, das Buttenheimer Löwenbräu-Bier ist nicht schlecht. Aber seit meiner Erfahrung mit dem ungespundeten Lager (Bier des Tages am 4. Juni. Wer mag, kann über die Pinnwand-Fotogalerie das Bier suchen und nachlesen.) habe ich mich um weitere Biere der Brauerei gedrückt. Der Schock saß zu tief. Es hat aber jeder eine zweite Chance verdient, auch das Löwenbräu. Also habe ich mir dann doch den dunklen Bock aufgemacht.

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Zuerst mal was zur Farbe: “Bockbier dunkel” steht auf dem Etikett – das Bier ist aber höchstens bernsteinfarben, nun ja vielleicht ein wenig tief bernsteinfarben. Da hatte ich schon Böcke im Glas, die richtig schwarz wie die Nacht nach einem Bockbieranstich waren. Wobei man andererseits auch argumentieren kann: Alles, was nicht hell wie ein Pils ist, ist wohl ein Dunkles. Und dann passt das beim Löwenbräu Bock.
Für die Nase hat der Bock übrigens gar nicht so viel zu bieten. Muss er auch nicht, weil so mehr für den Gaumen übrig bleibt. Ui, ist der Lecker!!! Also gut, ich muss vorausschicken, dass man es maischig mögen muss, getreidig, süßlich. Wenn man ihn so mag, seinen Bock, dann ist der Bock vom Löwenbräu ein feiner, süffiger Bock. Vielleicht kein Bock, von dem man nach dem dritten noch einen bestellt, denn dann mag er pappig und zu süß werden. Wobei die “nur” 6,3% Alkohol nicht gegen einen dritten oder vierten sprechen. Aber wer trinkt schon den ganzen Abend nur Bockbier? Als Einstimmung auf Plätzchen und Stollen – und auch als deren Begleiter, wenn es mal wieder kein Glühwein sein soll, passt er meiner Meinung nach. Auch wenn ich weiß, dass sich an einem so malzig-getreidigen Bier mit wenig Herbe, die als Grundgeschmack schon immer wieder mal aufblitzt, die Geister scheiden. Nach dem Hopfenfiasko beim ungespundeten Lager hat die “Malzkur” mit dem dunklen Bock mir aber gut getan.

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