Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Maisel&Friends/Bayreuth: Pale Ale (Nr. 1376)

Ich weiß ja noch, wie ich mein erstes IPA porbiert habe. Das war das Weyermann® IPA … und ich muss sagen, damals konnte ich mit so viel Hopfen noch recht wenig anfangen. Und jetzt? Ich will jetzt nicht gerade sagen, dass mir ein Bier jetzt gar nicht hopfig genug sein kann, aber ich fühle mich doch mittlerweile auch in der Welt der deutlich hopfendominierteren Biere recht wohl. Und wenn ich Namen wie Hercules, Chinook, Amarillo, Simcoe und Citra höre, dann denke ich nicht nicht an Militärfluggeräte oder Rennpferde …

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Mit diesen Hopfensorten ist übrigens das neue Maisel&Friends Pale Ale gestopft. Und das neue Pale Ale kommt nicht wie die anderen Maisel&Friends-Biere in einer 0,75er Flasche daher, sondern im 0,33er Sixpack. Ich weiß nicht, ob sich hier gerade sowas wie eine Trendwende vom Gourmet-Bier hin zum Craftbier mit hoher “Dinkability” vollzieht. Aber man könnte sich sowas schon denken, wenn man sich anschaut, dass der Grundpreis im Maisel-Onlineshop für Stefan’s India Ale bei satten 6,60 €/Liter liegt, während man beim Pale Ale “nur” 3,03 €/Liter ausgibt. Das ist jetzt preislich schon mal ein Unterschied, zumal das Pale Ale laut Etikett eimerweise mit der teuersten Zutat beim Bier, nämlich mit besagten Aromahopfen, gestopft worden sein soll. Ein “Brett” an Hopfenaroma soll es sein. Und dann noch zum “Maisel-Schnäppchenpreis”???

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In Sachen Optik passt alles. Die Flasche wirkt cool, lässig, modern, aber ist auch sofort als Maisel-Bier erkennbar. Lustig finde ich den Aufbau des halbrunden Etiketts. Solche halbrunden Etiketten tragen ja auch die klassischen Maisel-Biere. Auch im Glas macht es eine gute Figur, wobei ich so einem Bier durchaus auch zutraue, aus der Flasche getrunken werden zu wollen.

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Mit 5,2% haut es auch nicht so rein. Und auch die 32 Bittereinheiten liegen grade mal im (oberen) Pilsbereich. Aber hey, es ist ein Pale Ale, das muss nicht so viel “Wumms” haben. Dafür hat es Hopfen satt. Da kann man ihm nichts vorwerfen. Südfrüchte, Hopfenaromen, ein wenig Süße, nicht zu viel Bittere … das Bier zeichnet sich durch eine für Craftbiere (wenn man den Begriff jetzt bemühen will/muss) recht schöne Süffigkeit aus. Aber vielleicht ist das auch so ein Punkt: Man muss es nicht immer übertreiben. Man kann auch mal einen Gang zurückschalten, was Bittereinheiten usw. angeht. Und dafür kann man sich dann auch mal zwei oder drei der Fruchtzwerge (im besten Sinne des Wortes) gönnen. Und das würde ich nicht bei jedem gut gehopften Bier sagen.

 

 

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