Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Nikl-Bräu/Pretzfeld: Rauchbier (Nr. 1306)

Wenn ich so über eine Biermesse oder ein Bierfest gehe, dann versuche ich mir zuallererst einen Überblick zu verschaffen, was ich denn unbedingt probieren “muss”. Und dann sortiere ich die zu testenden Biere so, dass sie zueinander “passen”, denn bei einem Biertatsting darf man nicht einfach ein Bier nach dem anderen trinken. Da wollen die Biere sorgfältig ausgesucht und aneinandergereiht werden. Im konkreten Fall fiel mir in Nürnberg zum Beispiel auf, dass es am Stand der Nikl-Bräu in Pretzfeld ein Rauchbier gab, dass ich noch nicht probiert hatte. Das muss man aber eher am Ende des Tages testen als am Anfang. Sonst würde das Helle z. B., das man danach trinkt, rauchig schmecken.

Nikl Rauchbier

Also laufe ich auf solchen Festen wie in Nürnberg ziemlich viel hin und her, auch wenn so manche Stände mit zu testenden Bieren gleich nebeneinander liegen würden. Und dann habe ich ja auch immer viele Fragen, … Also z. B. nach dem Alkoholgehalt und so. Im Falle des Nikl Rauchbiers konnte mir das der Zapfer grad nicht sagen. Und den Bräu hatte ich grade nicht erwischt. Also muss ich euch die Alkoholangabe (und evtl. auch die Stammwürze) schuldig. Und ich muss mehr oder minder die Klärung einer anderen Frage schuldig bleiben: Nämlich der nach dem Rauchmalz. Da verwenden die hiesigen Brauer ja häufig entweder das der Mälzerei Weyermann® oder das der Mälzerei Steinbach.  Und ich bilde mir ja ein, dass man das vielleicht sogar ein wenig herausschmecken kann. Aber wahrscheinlich ist das wirklich Einbildung, denn so ganz genau kann ich es bei dem orange-braunen, trüben Bier ja nicht sagen. Der Geruch ist jedenfalls schon mal deutlich rauchig. Wie von der Bierfarbe her zu erwarten wird das Raucharoma geschmacklich nicht von dunklen Röstnoten begleitet. Das macht den Rauchgeschmack beim Nikl-Bräu Rauchbier ein wenig “klarer”. Der Antrunk ist recht angenehm, das Raucharoma kann sich schön aufbauen, die leichte Hefenote vgibt dem ganzen mehr Volumen. Da macht man als Rauchbier-Freund nichts verkehrt. Das nicht übertriebene Raucharoma schwingt so ein wenig von süßlich-rauchig zu einer dezenten Bittere hin und her. Wie gesagt: Das ist nicht verkehrt! Und es erinnert mich an andere Rauchbiere mit Weyermann®-Rauchmalz. Also tippe ich mal in diese Richtung. Außerdem hatte ich auf der letzten Braukunst Live einen sehr hochprozentigen Rauch-Bock mit ähnlicher Rauchnote. Und der war mit Weyermann®-Malz. Da habe ich den Bräu nämlich erwischt …

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