Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Vasold & Schmitt/Neunkirchen a. Brand: Lager Hell (Nr. 1251)

Was könnt man heute nicht alles schreiben? Was gäbe es nicht für Themen? Überlegt euch das mal! Darf man zum Beispiel seinen Duz-Freund auf seiner Geburtstagsfeier umarmen, auch wenn er sich grad wie eine Wildwutz im Garten der Nachbarn aufgeführt hat? Oder darf man Schadenfreude empfinden, wenn ein Verein, der gerne gerne mal durch offizielle Vertreter verkünden lässt, der Rest der Republik trainiere halt nicht hart genug, international aber mal sowas von vorführen lässt? Und was ist mit unserem Staatsoberhaupt? Nein, nicht die, die dank der Raute der Macht alles aussitzt, was es auszusitzen gibt. Das ist doch der Oberpastor im Schloss Belvue. Ist es ok., wenn er in anderen Ländern Moralpredigten vom Stapel lässt? Und wie sieht’s mit dem 1. Mai aus? Lieber Tanz in den Mai oder doch Protest, Demonstration oder gar Randale?

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Themen gäbe es für heute wahrlich genug. Und soll ich euch was sagen? Das alles juckt mich heute so ziemlich genau gar nicht! Weil es Wichtigeres gibt! Reden wir übers Bier. Genauer gesagt: Über Bier und Hopfen! Gerade bei hellen Lagerbieren ist das mit dem Hopfen ja so eine Sache – oder besser keine Sache. Denn kaum ein helles Lagerbier wartet mit einer deutlichen Hopfennote auf. Das Lager Hell der Brauerei Vasold & Schmitt hat so eine deutliche Hopfenaromanote. Und was für eine! Feine Citrusnoten, blumige Aromen – das alles begleitet schon im Geruch das typische Malz und Getreide.

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Sowas überrascht im ersten Moment, weil man es schon gar nicht mehr gewohnt ist. Selbst bei vielen Pilsnern ist eine grasig-blumige Hopfennote selten geworden. Bei hellen Vollbieren ist sie sogar mehr als nur selten. Das Keesmann Hell ist so ein Bier. Oder das Vasold & Schmitt Lager Hell.

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Geschmacklich ist sowas ja mein Bier! Aber ehrlich, sowas könnte ich mir öfters schmecken lassen. Hell, fein, schlank, leicht … eine angenehme Süße unterlegt das helle Lager, kontrastiert von Zitrusaromen vom Hopfen. Herbe geibt es nicht mehr, als man braucht. Aber auch nicht zu wenig. Bevor es kurz im Angang mal ein wenig knackig-trocken wird, hat man schöne, süffige und malzige Süße. Und das alles eben gepaart mit dem fein-blumigen Hopfen. Sowas ist ein echt charaktervolles Bier; ein Bier, das man vielleicht sogar blind aus dutzenden anderen Hellen herausschmecken kann. Ich bin mir nicht sicher, aber versuchen könnte man es.vasold-lager

Jedenfalls ist das Lager Hell der Brauerei Vasold & Schmitt ein Bier, das ich gerade wegen seines eigenständigen Charakters und Hopfenaromas empfehlen würde. Schließlich ist Mainstream-Geschmack nicht alles auf der Welt. Und Biere mit Charakter kann man nicht oft genug loben.

 

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