Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Höhn/Memmelsdorf: Görchla (Nr. 58)

Jetzt also auf zum Endspurt: Für die Einen heißt das, noch schnell alles herumstehende Bier vor der Fastenzeit zu vernichten – für die Anderen, sich noch einmal schnell mit einem Vorrat an mobil genießbaren Biermengen einzudecken, Schließlich gilt es ja noch das eine oder andere Faschingsevent zu durchfeiern. Und schon stellt sich die Frage: Wie transportiert man eine adäquate Menge Bier zum Faschingszug?
Generell bieten sich da drei Möglichkeiten:
1) Ganz einfach im Bierkasten, kleinen Elfer-Kasten – den man dann als Elfer-Rat dekorieren könnte – oder im Six-Pack. Der Vorteil liegt auf der Hand: einfache Handhabung, mundgerechte Portionierung und kein weiteres Equipment ist notwendig. Nun ja, ein Flaschenöffner wäre nicht schlecht, muss aber nicht sein. Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass ein Bierkasten ansonsten ein wenig unhandlich und nicht sehr kultig ist.
2) Beliebt in solchen Situationen ist auch das 5er-Fässla. Das hat im Vergleich zum Kasten zwar ein geringeres Fassungsvermögen, ist aber dafür umso kultiger. (Wer 15-Liter benötigt, für den gibt es von einigen wenigen Brauereien auchg selbstkühlende Keg-Fässer). Um aber zu zapfen, muss es erhöht stehen und des weiteren muss jeder Bierliebhaber natürlich auch noch ein geeignetes Gefäß bereitstellen. Plastikbecher verbieten sich hierbei natürlich von selbst. Da sehr viele Landbierbrauereien mittlerweile auch 5er-Fässer anbieten, stellt die Auswahl kein Problem mehr dar.

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3) Das Mittelding zwischen der Einzelflasche und dem 5er Fass sind die 2-Liter-Flaschen. Die gibt es in unterschiedlichen Formen und mit diversen Motiven bei einigen Brauereien. Eine davon ist die Brauerei Höhn in Memmelsdorf. Das dort nach altem Familienrezept über Holzfeuer (!) gebraute “Görchla” ist ein unfiltriertes bernsteinfarbenes Bier mit 4,9%. Es neigt nicht zum Schäumen, weshalb es sich auch bequem aus der großen Bügelverschlussflasche konsumieren lässt. Der Geruch fällt malzwürzig aus, der Geschmack zeigt sich recht ausgewogen. Der Hopfenanteil ist angenehm reduziert, aber spürbar. Den Rest des süffigen Geschmacks füllt der Malzkörper aus. Alles in allem ein Bier mit Kanten, süffig und in der kultigen 2-Liter-Flasche der Hingucker auf jedem Faschingszug – wenn man nicht gleich mit dem eigenen Bierwagen kommt.

P.S.: Allerdings sollte man auf die Flasche(n) gut aufpassen, da das Pfand bei diesen Spezialflaschen ungmein höher liegt als bei den normalen 0,5er Pullen.

Helau!

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