Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Lang Bräu/Schönbrunn: Erotik Bier (Nr. 235)

Übers Annafest und den ganzen Trubel ging eine besondere Nachricht unter: Bei Bamberg wurde in einer Höhle die älteste Höhlenkunst in Deutschland entdeckt. Endlich bekäme die Kunst- und Kulturstadt Bamberg den Platz, den sie verdient, hätte die Sache hat einen Haken. In den wirren Linien und Kreisen, die irgendein Steinzeit-Görchla vor wohl 12000 Jahren in den Fels ritzte, sehen ein paar heutige Archäologen weibliche und männliche Geschlechtsteile und feiern es als einen Platz urzeitlicher Erotik. Und die Presse spricht von der „Lusthöhle in Franken“ (Zeit) oder der „Höhle der Hoden und Brüste“ (infranken.de), was nicht nur an den Zeichnungen, sondern auch an den Fantasie anregenden geologischen Rundformen liegt. Und der Rest Bayerns reibt sich verwundert die Augen: Franken und Erotik, geht das denn zusammen? Gelten doch Görch und Maicherla nicht unbedingt als „eroddisch“.

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Aber weiß, vielleicht war es wirklich so, wie es sich die Forscher denken, und der Görch und das Maicherla haben nach dem Genuss ein paar anregender Seidla in besagter Höhle „inmitten der anatomischen Auffälligkeiten wilde Fruchtbarkeitsfeste“ (Zeit) gefeiert. Das richtige Bier dazu hätten sie aus Ludwigstadt geholt: Das Erotikbier der Langbräu. Das soll nicht nur aufreizend aussehen und gut schmecken, sondern auch der Lendenkraft Vorschub leisten. Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich der Brauer im kurzen Nachthemd mal nachts um seinen Sudkessel kümmern müssen. Was darauf geschah, erklärte er N24 so:“Ich war allein in diesem Raum und auf einmal waren da Wellen. Ich musste die ganze Zeit an Frauen denken“. Und außerdem habe jener Sud bei seinen Freunden besonders gewirkt. Das Erotikbier war geboren. Damit das so weitergeht, steht er fast nackt in Schürze, Gummistiefeln und mit Hut am Braukessel und rührt, was das Zeug hält.

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Wie das Bier den jetzt aussieht? Wie ein Pils, golden, Schaum, große CO2-Blasen. Wie es schmeckt? Ganz normal, nix Besonderes, ein Export vielleicht, frisch, hopfig, danach eine Spur malzig-getreidig. Kann man trinken, muss man nicht. Und wie es wirkt? Nun, ich habe das Video von N24 gesehen, mit dem Brauer und seinem käsweißen Hinterteil.

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Ehrlich, es mag mit seinen 5,5% irgendwann betrunken machen, aber bei der Vorstellung vom Brauer … da sind Hopfen, Malz und jegliche Erotik verloren …

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