Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Kesselring/Marktsteft: Helles Lagerbier (Nr. 1440)

Wenn man im Moment Bier verkaufen will, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, sein Produkt darzustellen. Im Moment ist “Retro” einer der großen Trends auf dem Biermarkt. Kein Wunder, dass immer mehr Brauereien auf der Retro-Welle mitschwimmen. Manche Brauereien stellen ihr Sortiment wieder auf Ero-Flaschen um, andere setzen bei den Etiketten auf “Retro-Design”. Allerdings klappt das mal besser und mal schlechter.

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Quelle: http://www.kesselring-bier.de/?newmenid=.0.727.754.768

 

Schaut man sich zum Beispiel das Helle der Brauerei Kesselring in Marktsteft an, fällt auf. dass es auf der Homepage noch im “Premium-Design” daherkommt. Mittlerweile gehen die Flaschen jedoch in die Retro-Ecke. Wobei ich sagen muss, dass mir die Etiketten des Hellen Lagerbiers nicht unbedingt gefallen. Ich kann mir nicht helfen, aber sie wirken auf mich ein wenig “lieblos”.

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Was gerade bei der Brauerei Kesselring problematisch sein könnte. Schließlich gibt es ja da die Billigmarke “Steigerwald” der Fa. HIKE/Marktsteft. Und die Kesselring-Biere sollten sich schon deutlicher davon absetzen können. Insgesamt ist man ja bei der Brauerei Kesselring interessant aufgestellt – und tanzt auf vielen Hochzeiten. Mit dem Steinie² hat man ein peppiges Trendbier (inkl. dem üblichen “Spezial-Radler), mit dem Premium Gold einen eigenen “TV-Gold-Ableger”, die “normalen” Biere platzieren sich in der Retro-Ecke und mit Steigerwald steht man neben Oettinger & Co. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine eigene Craftbier-Linie und man hätte alle möglichen Felder des deutschen Biermarkts besetzt.

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGeschmacklich fällt das Helle Lagerbier der Brauerei Kesselring nicht besonders auf. Gut, das tun wenige Helle. Es ist nicht zu süß, ein wenig würzig, im Hopefen zwischen grasig und getreidig. Ich hatte schon schlechtere Helle, aber auch wesntlich bessere. Es ist ein einfaches, unauffälliges Helles. Und das ist das Problem bei diesem Bier. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob neue Etiketten und ein neuer Name alleine genügen. Schließlich ist die Brauerei Kesselring nicht die einzige, die gerade ihren Markenauftritt auf alt und traditionell trimmt. Im Zweifelsfall sollte das Produkt auch so überzeugen können …

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