Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Wagner/Merkendorf: Lagerbier ungespundet (Nr. 57)

Rosenmontag, … überall toben die Narren auf den Straßen. Wer Faschingsmuffel ist, muss nur noch heute und morgen durchhalten. Wer Faschingsnarr ist, dreht jetzt erst richtig auf, nur noch heute und morgen Party.
Die Rosenmontagsbälle häufen sich auch im Fränkischen. Man kann nirgendwohin fahren, ohne auf Schilder am Straßenrand zu treffen:

Rosenmontag Faschingsball im Gemeindeheim!
Fastnachtszug am Rosenmontag!
Hausball im Saal!

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Letzteres kann man in Merkendorf sehen – und zwar bei der Brauerei Wagner. Ab 20.00 Uhr wäre da Tanz mit dem “Sound Express”. Nun weiß ich nicht, ob Merkendorf zu den karnevalistischen Hochburg Westoberfrankens gehört, aber die Brauerei Wagner gehört zu den Brauereien, die man durchaus guten Gewissens empfehlen kann. Eine Empfehlung ist auch das ungespundete Lager wert. Wie jedes “U” zeigt es nur ein kurzes Aufflackern des Schaums über dem ansonsten hellbernsteinfarbenen, klaren Getränk. Passt soweit! Der Geruch ist betont hopfig wie auch der Antrunk. Diese hopfige Note bleibt dann auch über dem Malz stehen und ergibt so ein recht würziges Bier.
Ob man dabei allerdings “Das rote Pferd”, “Komm hol das Lasso raus …” und andere Faschingslieder hören muss, sei dahingestellt. Ich bin sicher, das Lager schmeckt mit seinen 5,3% auch ohne das. Wer allerdings in der Fastenzeit auf Bier verzichtet und dem ungespundeten Lager vom Wagner noch schnell vor Ostern einen Besuch abstatten will, wird um Pappnase und Kostüm nicht herumkommen.

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