Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Griess/Geisfeld: Kellerbier (Nr. 244)

So, und damit sich jetzt kein Geisfelder oder Freund Geisfelder Bieres beschweren kann, dass ich vollkommen ungerechterweise das Krug-Bier bespreche, während ich das Griess-Bier nur so nebenbei erwähne, wo doch gerade die Brauerei Griess die größere und auch weithin bekanntere sei, bekommt man das Griess-Bier doch auch im Landbierparadies in Nürnberg zum Beispiel, … ähm, ja. Kurz: Wer A sagt, muss auch B sagen. Und wer Krug probiert, darf Griess nicht weglassen. Habe ich auch nicht. Am Besten, man probiert es auf dem schönen Griess-Keller, bisweilen bekommt man es aber auch in Bamberger Kneipen und eben bei sehr ausgewählten Bier-Dealern, denn von seinen 1000hl/Jahr wird auch was in Flaschen abgefüllt.
Aber jetzt mache ich schon wieder so viele Worte!

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Also kurz und gut: Griess Kellerbier
Farbe: ähm, war mir im Steinkrügla egal. Im Funzellicht der Gaststätte wirkte es recht hell …
Geruch: bierig, würzig, nicht unlecker
Geschmack: Ja, hat es definitv auch! Erstmal ein wenig malzig im Antrunk, dann aber melden sich Hopfen-Bittere und Säure zu Wort und geben dem Bier seinen kernigen Charakter. Ist der Hopfenansturm aber erstmal rum, hat man nach dem Schlucken wieder den weicheren Malzgeschmack auf der Zunge. Auch das Griess-Bier ist kein 08/15-Designerbier. Es hat Ecken und Kanten, Charakter und Seele. Sowas muss man mögen und sowas schmeckt auch nicht zu jedem Anlass und in jeder Umgebung. Aber die letzten sonnigen Tage – wenn denn noch welche kommen – beim Griess auf dem Keller oder auch nur im Hof genießen, ein Bier und dazu eine Brotzeit, ja, das passt!

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