Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Wagner/Kemmern: Märzen (Nr. 245)

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich die Wagner-Biere aus Kemmern lange Zeit links liegen ließ, weil ich die Kombination von Longneck-Flasche und dem zumeist angebotenen Pils irgendwie … zu aufgesetzt trendorientiert fand. Weiß der Kuckuck, woher ich dieses Vorurteil hatte. Als ich dann das ungespundete Lagerbier (Bier des Tages am 9. Juni) probiert habe, habe ich diesen Fehler schon mal bereut. Je mehr ich mich nun mit dieser Brauerei – sozusagen als Wiedergutmachung – beschäftige, umso besser gefällt mir deren Sortiment.

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Dasist nämlich gar nich so klein, wie die ewig gleichen Stapel von Pils und Lagerbier in den Getränkemärkten der Region vermuten lassen. Und die 9.000hl/Jahr, die man so als Ausstoßangabe im Netz findet, ist auch recht beachtlich. Unter den bisher so für mich getesteten Bieren aus dem Sortiment ist mein Favorit das Märzen. Hol’s der Kuckuck, ist das ein Bier! Sattgolden mit feinem CO2 und ebensolchem schaum, nicht zu malzig im Geruch … Und der Geschmack erst! Auf erdig-getreidiger Basis baut sich unterschwellige Hopfenherbe auf. Dabei bleibt das Bier aber immer auf der milden, getreidigen Seite. Und das ist einfach nur schlank, fruchtig, weich, verdammt süffig, geil, subbä …
Oder wie es eine sehr, sehr liebe Freundin, die normalerweise kein Bier trinkt, formulierte: “Für ein Bier ist das nicht schlecht!”
Zum Kuckuck aber auch, dass ich das Bier nicht früher kennengelernt habe …

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