Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Knoblach/Schammelsdorf: Räuschla (Nr. 155)

Zu den großen und kleinen Events, die momentan in Franken stattfinden, gehört zum einen natürlich die Bergkerwa. Die ist, nach Oktoberfest und Straubinger Gäubodenfest, das drittgrößte Volksfest in Bayern. Dass da unmäßig Bier vertilgt wird, versteht sich von selbst. Um Bier geht es auch bei einem anderen Event an diesem Wochenende: den Schammelsdorfer Biertagen. So heißt “eine große viertägige Familienfeier mit jeder Menge Spiel, Spaß und Musik – und das alles jedes Jahr pünktlich zu Pfingsten. So soll es jedenfalls für alle Besucher der Biertage sein.”
Verstanden? Hier geht es nicht ums Saufen! Obwohl es von der ortsansässigen Brauerei ein besonderes Festbier gibt. Bekannter als für das Festbier ist die Brauerei Knoblach aber für ihr “Räuschla”. Ein “himmlisches Märzenbier!”

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Der Franke mag ja sein Räuschla, egal ob nun vom Schoppen Wein oder vom Seidla Bier. Die Musikgruppe “häisd’ n’ däisd vomm mee” hat ihm sogar ein eigenes Lied gewidmet. Hat man einen Schoppen (oder ein Seidla) getrunken, sieht die Welt gleich ganz anders aus – so ist der Franke halt, heißt es da sinngemäß. (Man verzeihe mir bitte das fehlende genaue Zitat, aber als Oberfranke kann ich ja kein Unterfränkisch …)
Wie sieht es also mit dem Schammelsdorfer Räuschla aus? Farblich jedenfalls schonmal goldig und sonnig. Da steht es einem Schoppen Weißwein in nichts nach. Im Geschmack wohl auch, denn es ist eher von der herberen, hopfigeren Sorte. Natürlich kommt davor auch mal das Malz zu Wort, aber die Herbe danach ist definitiv deutlicher vernehmbar. Ob ich mich weiter an das Räuschla halte, wenn mir nach einem Räuschla ist, weiß ich noch nicht. Da aber “unsere flüssige Speise”, wie die oben erwähnte Musikgruppe häisd’ n däisd” so schön in einem anderen Lied über “würziges Bier und fränkischen Most” singt, so oder so diesen Zustand fränkischer Gelassenheit befördert, ist’s eigentlich egal, was man trinkt. Hauptsache, es gibt eine “Fränkische Gemütlichkeit”.

In diesem Sinne “Hoch die Gläser und Prost”

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