Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Lang/Schönbrunn: Spezial (Nr. 1614)

Kommen wir mal wieder zu einem … Spezial. Genauer gesagt geht es heute um das Spezial der Lang Bräu aus Schönbrunn hoch oben in Frankens Nordosten.

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Spezial … das ist ein Begriff, mit dem nicht jeder Bierfreund etwas anfangen kann. Tja, wie soll ich diesen Biertyp beschreiben? Wie beschreibt man ein Spezial? Außer vielleicht dadurch, dass es irgendwie “speziell” sein soll. Ein Brauer beschrieb ein Spezial mal als eine Mischung aus einem Export und einem Märzen. Womit alles und auch nichts gesagt ist, schließlich gibt es helle und dunkle Exportbiere, dementsprechend gibt es auch helle und dunklere Spezialbiere.

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Hier haben wir eher ein richtig helles Spezial-Bier vor sich stehen. Der getreidig-hopfige Geruch geht in Richtung helles Export. Die 5,5 % würden auch dafür sprechen. Wobei für ein helles Märzen die leichte Grundsüße spräche. Andererseits ist es durchaus auch hopfig und hat eine schmeckbare Herbe, nicht wie bei einem Pils, aber doch schmeckbar. Zusammen mit dem hellen Malz und besagter Süße gibt das ein richtig nettes, ausgewogenes Bier. Im Geschmack und vom Körper her hat es in allem (ausgenommen der Bittere) ein klein wenig mehr zu bieten: Hier ein wenig Bisquit-Aromen, da ein wenig blumigen Hopfen und Getreide. Nicht übertrieben, dafür süffig! Vielleicht hätte man ihm noch eine Spur mehr Biss gönnen können. Aber das ist nur mein Gedanke. Dem Bier fehlt eigentlich nichts. Auf der Homepage der Brauerei wird das Spezial mit seinen 13,1 % Stammwürze und den 26 Bittereinheiten übrigens wie folgt beschrieben:

“Unser süffiges Spezialbier ist markant, malzbetont – ein echter fränkischer Märzentyp.

Sein würziger, voller Körper und seine samtige Hopfenseele machen unser Spezial spätestens seit der Wiedervereinigung zu einem begehrten Exportschlager.”

Also doch irgendwo zwischen einem Märzen und einem Export. Sag ich doch!

P.S.: Wären wir in der Schweiz, wäre die Sache übrigens einfach: Ein Spezial ist dort ein Pils. Der Grund dafür waren wirtschaftliche Unstimmigkeiten bezüglich der Herkunftsangabe von Produkten. Mit dem Ergebnis, dass es keinen tschechischen Emmentaler gibt – und kein schweizer Pils. Sagt Wikipedia. ;-)

 

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