Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Friedmann/Gräfenberg: Fränkisches Landbier Hell (Nr. 410)

Das übliche montägliche Helle kommt heute aus Gräfenberg in der Fränkischen Schweiz. Da gibt es ja zwei Brauereien, Lindenbräu und Friedmann, und beide beherbergen Brauerinnen. Frauen und Bier ist ja immer so ein Thema. Von gestandenen Biertrinkern äteren Typs wird Frauen ja gerne jeglicher Sachverstand in Sachen Bier abgesprochen. Wer keinen halben bis ganzen Kasten Bier am Abend leeren könne, kö…nne auch nichts von Bier verstehen. Und auch die großen Brauereikonzerne sehen das Thema Bier und Frauen zwiegespalten. Lohnt ein eigenes Frauenbier? Muss man Frauen anders bewerben?
Dass Frauen in der Geschichte des Bieres jedoch die längere Zeit führend waren und erst in den letzten paar Jahrhunderten sozusagen den “Löffel abgaben” ficht da keinen der Kampftrinker an.
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Dass sie es aber immernoch verstehen, gute Biere zu brauen, kann man in Gräfenberg trefflich testen. Mir dem Friedmann Fränkisches Landbier Hell zum Beispiel. Golden und mit fränkisch wenig Kohlensäure steht es im Glas. Malzwürzig riecht es und auch ein wenig hopfig.
Geschmacklich ist es ein würziges Helles, wobei hier Malz und Hopfen gleichermaßen dazu beitragen, einen kernigen Geschmack ins Bier zu bringen. Zu kernig wird es aber nicht. Sagen wir es so: Weich genug, um nicht bitter zu sein und würzig genug, um nicht beliebig zu bleiben. Ein eigenständiges, ehrliches Helles, bei dem auch im Nachhall eine angenehme Würzigkeit und spürbare Restsüße zusammenspielen. Spritzig und frisch, schreibt das Etikett. Ordentlich und gut, sagt das Bier des Tages!

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