Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Ritter St.Georgen Bräu/Nennslingen: Vollbier (Nr. 308)

Zeit für ein kleines Zwischenbier. Die ganze Zeit nur Bock hält ja keiner aus. Und außerdem ist es zu sonnig dafür. Überall sitzen die Leute draußen auf den Freischankflächen. Zumindest da, wo die geschäftstüchtigen Wirte die Bänke noch nicht reingeräumt haben. Ja, da kann man schon mal sitzen bleiben und zwischendurch ein schnelles Helles zischen. Natürlich nur, wenn man danach nicht wieder arbeiten oder gar Auto fahren muss.

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Von so einem hellen “Zwischenbier” erwatet man ja eigentlich gar nicht so viel. Hell soll es sein und geschmacklich nicht zu süffig. Soll ja nur bei einem bleiben, oder zwei … Es soll nicht zu schwer sein und nicht schläfrig machen. Ein kleiner Happen zwischendurch eben. Die Kriterien erfüllen ja die meisten hellen Vollbiere ohne Probleme, wobei manche Kandidaten mehr ins Maischig-Malzige, andere dagegen ins Hopfig-Herbe verfallen. Was dazwischen als ausgewogen gilt, definiert fast jeder Biertrinker anders. Mir ist das Ritter Hell der Ritter St. Georgen Bräu aus Nennslingen als recht ausgewogen in Erinnerung geblieben. Das goldig helle Bier mit seinem leicht hopfigen Geruch ist geschmacklich mild, weich und zeigt nur eine ganz dezente Herbe. Es ist nicht richtig süß, aber auch nicht herb. Das könnte man jetzt auch charakterlos schimpfen, wenn man wollte, oder beliebig. Ich würde es aber eher positiv sehen: Dieses Bier ist ein einfaches Helles, nicht mehr und auch nicht weniger. Und das ist in dem Fall gut so, denn es muss ja nicht immer mit aller Gewalt ein Spezialbier sein. Manchmal will man zwischendurch auch einfach nur ein nettes, helles Bierchen ohne jeglichen Schickschnack genießen …

P. S.: Wer will, darf diesen Text gerne kopieren und an den entsprechenden Stellen den Namen und die Brauerei seines Lieblings-ZwischenbierHellen einfügen. :-)

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