Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Staffelberg Bräu/Loffeld: Sommerbier (Nr. 184)

 

Ein spezielles Sommerbier zu brauen, ist ja auch so ein “Trend” der letzten Zeit – oder es ist mir halt vorher nie so aufgefallen. Ich habe mich ja aber auch vorher nicht ganz so intensiv mit dem fränkischen Gerstensaft beschäftigt wie jetzt bei diesem Projekt.
Auf alle Fälle hat mir ein Freund ein neues Sommerbier – das Sommer-Bier Export der Staffelbergbräu aus Loffeld – vorbeigebracht, welches es erst seit wenigen Tagen überhaupt im Verkauf gibt, wie er meinte. Mit viel Glück ist das also sowas wie eine Erstrezension dieses Bierchens.

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Im Gegensatz zum obergärigen Sommerbier des Ambräusianums, das ja gestern Bier des Tages war, handelt es sich hier um ein waschechtes untergäriges Export klassischer Brauart. Sommerbiere neigen ja gerne dazu, leichter zu sein. Klar, man soll ja nicht in der prallen Sonne sitzen und gleich seinen Seier haben. Das Export ist aber eine Biergattung, die eher einen höheren Alkoholgehalt hat. Das Staffelbergbräu liegt mit seinen 5,0% genau zwischen diesen Polen.
farblich hat man auf alle Fälle die Sonne im Glas – und obwohl ich abseits der Rezensionen lieber aus Steinkrügen oder gleich aus der Flasche mein Bierchen genieße, empfehle ich einfach nur wegen der phänomenalen Optik hier ein Bierglas. Es sieht einfach nur schön aus. Auffallend ist das viele CO2. aber ein Sommerbier soll ja spritzig sein.
Der Geruch geht eher ins malzig-frische. Das ist ein wenig verwunderlich, weil ein Export ja eher hopfig sein darf. Aber was man nicht riecht, kann man dafür vielleicht schmecken. beim Hopfeneinsatz hat der Brauer Augenmaß bewiesen: Mehr hätte es meinetwegen auch gar nicht sein müssen. So halten Malzige Breite und Hofenbittere die Balance. Ergebnis: Ein Export wie es im Buche steht, mal abgesehen davon, dass dann mehr Alkohol drin sein müsste. Mit einem gut gekühlten Sommer-Bie aus Loffeld kann man sich’s richtig gut gehen lassen.

Wenn ich so auf die letzten Biere des Tages zurückschaue, muss ich sagen: Die Biere für diesen Sommer wären schon mal gebraut – jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

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