Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Geyer/Oberreichenbach: Rotbier (Nr. 1927)

Als ich 2014 auf der Brau Beviale in Nürnberg war, hatte ich mir natürlich auch die Gewinner des European Beer Star angeschaut – zumindest die fränkischen. Normalerweise laufe ich an der Reihe der ausgestellten Biere vorbei und denke mir “Kenn ich, kenn ich, kenn ich …”. Und dabe ist mir 2014 doch tatsächlich eine Brauerei und ein Bier “durchgerutscht”. Das Rotbier der Brauerei Geyer in Oberreichenbach – 2014 erhielt dieses Bier einen Bierstern in Bronze in der Kategorie Red and Amber Lager.

Rotbier

Das Bier kannte ich tatsächlich noch nicht und deshalb hatte ich es während der Beviale auch nicht getestet. Blöd von mir, denn als ich einige Zeit später mal Geyer-Biere in einem Getränkemarkt gefunden hatte, war das Rotbier gerade ausverkauft. Also wieder keine Chance, das Bier endlich mal in die Finger zu bekommen. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe es dann doch noch geschafft, dem Gasthaus und der Brauerei mit dem interessanten Ausleger mit dem sehenswerten Geier einen Besuch abzustatten und mir ein paar Fläschchen Rotbier mitzunehmen – und euch natürlich auch endlich mal als Bier des Tages vorzustellen.

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Das dunkelrot-kupferfarbene Bier gefällt mir. Das Rotbier hat seinen Bierstern durchaus zu Recht bekommen, wobei ich auch sagen muss, dass es im Vergleich zu anderen Rotbieren vom Malzcharakter her ein wenig nussig-trocken wirkt. Einem Bericht von Nordbayern.de zufolge wurden Pilsner, Wiener und Münchner Malz dafür verbraut – und die ergeben ein schönes, malziges Aroma mit schönen Karamell- und Röstnoten. Aber auch der Spalter und Hallertauer Hopfen darf sich zeigen.

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Ein feines Brotzeitbier mit Geschichte. Denn laut oben erwähntem Bericht geht das Bier, das zum ersten Mal für die 875 Jahre-Feier des Ortes 2011 eingebraut, nacheiner Anregung von 1616. Und infranken.de führt das noch ein wenig genauer aus:

Per Verordnung war damals geregelt worden, dass sich die Wirte nicht so sehr des weißen Biers annehmen sollten, das ein dünnes Bier war (“…die Wirthe meistens weißes Bier würden mit Fleiß ausschenken”…). Stattdessen sollte mehr stärkeres, rotes Bier Verwendung finden: “Daß man hier einen guten gerechten Trunck Rotbier haben wird”.

Bei der offiziellen Vorstellung des Biers wurde es sehr gelobt, unter anderem wird von beiden Nachrichtnportalen kolportiert, der Stammtisch habe angeregt, dass es mit einer (spendierten) Brotzeit noch besser schmecken würde. Dem kann ich mich nur anschließen: Ein echtes Brotzeitbier, wie es fränkischer fast nicht sein kann. Gut!

 

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