Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Felsen Bräu/Gloßner/Thalmannsfeld: Weihnachtsbier (Nr. 1868)

Wie “festlich” muss so ein festbier eigentlich daherkommen? Ich meine, wie viel “Romantik” oder “festlichen Glanz” müssen Flasche und Etikett versprühen? Die Frage ist berechtigt, finde ich. Denn es gibt (bei der Bierauswahl in Franken) zwei Wege, nach denen der Kunde sein Bier auswählt:
1) Er kauft, was er kennt oder wovon er gehört hat.
2) Er Kauft, was ihm ins Auge springt.
Und gerade beim zweiten Punkt müssten die fränkischen Brauer eigentlich erfinderisch sein. Hier hat jeder bessere Supermarkt schon eine ellenlange Bierauswahl …

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Ich komme da nur “rein zufällig” drauf, weil ich mir für heute das Weihnachtsbier von der Felsen Bräu Gloßner aus Thalmannsfeld vorstellen möchte. Und das schaut … von außen jetzt eher so “minimal-weihnachtlich” aus. Der Hauch von ein paar Schneekristallen, eine Kerze und einw enig alte Schrift. Das ist alles an Weihnachtsromantik. Und dann noch der Drehverschluss. Den mag sowieso nicht jeder Biertrinker. Aber es kommt Weihnachten ja mehr auf die inneren Werte an. Und da zeigt sich das Weihnachtsbier durchaus in festlicherem Glanz. Der Altgold-/Bernstein-Farbton gefällt mir jedenfalls.

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Vom Geschmack ist auch das Weihnachtsbier nicht schlecht. Das helle Malz bietet eine schöne Basis. der getreidige Hopfen übertreibt es nicht. Ebenso wenig der Alkohol. “Nur 5,2 % hat es. Da haben andere mehr. Aber es will (oder muss!!!) sich ja hoffentlich keiner die Feiertage schön trinken! Apropos trinken, das Felsen Bräu Weihnachtsbier trinkt sich extrem lässig. “Drinkability” nennt man das auf Neudeutsch. Süffigkeit sagt der Franke. Und genehmigt sich noch einen Schluck … Übrigens gerne auch zum Lebkuchen. Denn mal so als “Foodpairing-Hinweis”: Das Weihnachtsbier harmoniert ob seines milden, malzigen Charakters mit feiner Herbe gut z. B. zu Elisenlebkuchen und deren Süße und Gewürzmuschung. Muss man dem (Bier-)Franken aber auch nicht erklären, der trinkt sein Bier sowieso zu allem. Und auf so “Schnickschnack” wie Werbung oder glänzenden Etiketten legt er auch nicht so viel Wert. Nur bei der Geschichte mit dem Verschluss, da könnte sich so mancher zieren, denke ich …

1 Kommentar

  1. 28. Dezember 2015    

    Braukulturland Franken freut sich, dass der beste Führer durch die fränkische Biervielfalt und damit auch durch die einmalige fränkische Brauereienlandschaft, wieder “online” ist. Wir wünschen vorab schon mal ein erfolgreiches und vor allem “sicheres” 2016.

    Braukulturland Franken – Elmar R. Göller

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