Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Bad Windsheimer Bürgerbräu/Bad Windsheim: Freilandmuseum Hell (263)

Ein Thema, das die Biertrinker in Franken regelmäßig entzweit, ist die Geschichte mit dem Brauen … Denn nicht jeder, der ein Bier verkauft, braut es auch selbst. Da kann es passieren, dass der fertig gebraute Sud nur noch zum Vergären und Reifen in der eigenen “Brauerei” angeliefert wird. Darf man sich dann Brauerei nennen? Oder das Bier wird nach eigenem Rezept gleich komplett bei einer anderen Brauerei hergestellt und abgefüllt. Ist man dann noch eine Brauerei? Oder es gibt eine kleine “Schau-Brauerei” im eigenen Gasthaus und die Masse wird woanders produziert … So viele Möglichkeiten wie es da gibt, so viele Meinungen gibt es auch u dem Thema. Und nicht selten haben sie mit dem eigentlichen Bierhersteller im Hintergrund zu tun. Den halten die nicht so ganz selbst produzierenden Kleinbetriebe wohlweislich geheim. Wenn hier der falsche Name fällt, ist man schnell seine Kundschaft los …
Bei der Bürgerbräu Bad Windsheim fällt ab und an auch der Name Tucher! Denn für die Produktion ihres Sortiments greift die “Bürgerbräu” – ein Zusammenschluss Windsheimer Brauerfamilien – auf die Technik aus Fürth zurück, sprich: Bürgerbräu-Bier wird da gebraut. Alles? Nein, denn laut Brauerei-Datenbank bierfranken.eu werden die Museumsbiere in der Museumsbrauerei hergestellt. Das alte Schlüsselfelder Brauhaus wurde wie manch anderes Gebäude auch fein säuberlich abgetragen und dort wieder aufgebaut. Und mal ehrlich: Das Fränkische Freiland-Museum in Bad Windsheim ist einfach nur toll. Also vergessen wir mal die Brauerei mit dem T… und schauen uns ganz vorurteilsfrei das Museumsbier Hell an.

 

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Farblich ein Helles, feingolden, ordentlicher Schaum baut sich auf. Da kann man nichts meckern. Der Geruch ist leicht hopfig. Viele Helle riechen zwar schon hellmalzig süß, aber das muss nicht sein. Ich hatte ja früher anhand von verschiedenen Bierrezepten mal gezeigt, wie unterschiedlich die Hopfengabe bei einem Hellen sein kann. Geschmacklich darf der Hopfen auch eine größere Rolle spielen, als bei den zuletzt getesteten Hellen. Aber keine Angst, es ist ein wenig herber und damit ist es auch gut. Da schwabbert kein Pils im Glas. Ein kernigeres Helles, leicht sämig, aber auch trinkbar. Kein Brüller, aber ordentlich. Und immerhin nicht von der Tu… – aber deren Bier und Name will ich eigentlich gar nicht in den Mund nehmen.

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