Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Göller/Drosendorf: Urstoff (Nr. 119) und Görgla (Nr. 120)

Hach, das Wetter wird ja immer besser. Und Wochenende ist auch noch. Wer’s gestern nicht auf den Keller geschafft hat, der kann heute ja eine kleine Radtour zu einer Brauerei ins Auge fassen. Eine Möglichkeit dafür ist die Brauerei Göller in Drosendorf. Zugegeben, wenn man daran vorbei fährt, sieht der Göller in Drosendorf wenig einladend aus. Da ist der Gasthof und ein wenig liebevoll überdachtes “Höfla”. Anhalten lohnt sich trotzdem, denn nach hinten raus gibt es einen sehr netten und geräumigen Garten mit Bänken, Tischen, Spielplatz und vor allem viel Sonne. Der Weg zum Essen ist dann zwar ein wenig weiter – denn das gibt es in besagtem vorderen Hof –, dafür ist der Weg zum Bierausschank kürzer. Apropos Bier: Für das Lager, also den Urstoff, legt man 1,90 € hin, das Pils (Höpfla) und das Dunkle (Görgla) kosten tatsächlich 2 €. Hach ja, was ist das Frankenland doch schön, kann man da nur sagen.

 

goellerDas Lager hat 4,9 %, ist – soweit sich das im Steinkrug sagen lässt – hell, trüb, und Schaum? Hallo? Wir reden über fränkisches Bier! Der Geruch ist ein wenig fruchtig-säuerlich, kommt aber nicht so sehr heraus. Allerdings sollte man auf einem Keller uaf dem Land eh nicht so übertrieben sein Bier degustieren. Man könnte ja Gefahr laufen, kein zweites mehr zu bekommen. Und das zweite Bier lief wie das erste: Ein wenig mineralwässrig im Antrunk, dann bierig einsetzend und im Abgang leicht, aber merklich gehopft. Eigentlich fast ein Durstlöscher …

 

Dass das Görgla aus dem gleichen Haus kommt, merkt man eigentlich gleich. Es riecht imag0179ein wenig dunkelmalzig, aber ebenfalls recht mild. Und es startet genauso weich im Antrunk wie das Lager. Dann aber rollt es dunkelmalzig weiter, wo das Lager eher in Richtung Hopfen abbiegt. Dabei wird das Görgla aber nicht so dicht und schwer, wie das sehr malzbetonte Dunkle werden können. Wer mit dem Lager nicht so recht Freundschaft schließen kann, sollte sich das Görgla gönnen. Die leicht kaffeeartige Würze im Abgang entschädigt für den eher sanften Antrunk. Nicht die weltbesten Biere, aber ordentlicher Stoff.

 


Das Höpfla soll so richtig hopfig sein, meinte die freundliche junge Dame am Bierausschank. Wer das mag, soll es elbst probieren. Ich finde, mit Lager und Görgla kann man sich zur Genüge unterhalten. Passt scho …

 

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