Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Staffelberg Bräu/Loffeld: Loffelder Dunkel (Nr. 324)

Also bevor ich das heutige Bier des Tages vorstelle, möchte ich mich ganz kurz mal bei allen bedanken, die mir duch ihre Kommentare hier auf Facebook oder im realen Leben immer wieder ein positives Feedback geben. Ich weiß das sehr zu schätzen und freue mich natürlich immer wieder darüber, wenn meine kleinen (oder größeren) Kolumnen hier dem einen oder anderen gefallen. Und dann will ich natürlich all diejenigen nicht vergessen, die mit “Biertransfers” dafür sorgen, dass es hier immer wieder interessante Biere zu finden gibt. So wie das heutige Bier des Tages: Das Loffelder Dunkel vom Staffelberg Bräu aus Loffeld bei Staffelstein.

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Das hat mir auch ein Freund mitgebracht. Eigentlich wäre das nicht nötig gewesen, weil ich regelmäßig im Einzugsbereich der Staffelberg Bräu bin. Allerdings wäre ich nicht auf die Idee gekommen, das Dunkle zu versuchen. Staffelberg Bräu hieß bei mir immer Märzen. Seit ich aber eine Probe des Sortiments durch habe (bis auf Pils und Weizen, die stehen noch ungetestet zu Hause), sehe ich ein, dass das zu kurz gedacht war. Das Loffelder Dunkle hat 5,0% Alkohol. Das ist ordentlich, aber nicht übermäßig. Bisweilen knacken ja Dunkle eher die “magische” 5%-Hürde eher als Helle. Das liegt wohl daran, dass man einem kräftigeren Bier auch mehr Alkohol zumuten kann und dass ein kräftiges Helles durch den höheren Malzeinsatz zu schwer und süß werden könnte. Die Farbe ist ein astreines Dunkelbraun. Auch das passt. Der Geruch ist “bierig”, was in dem Fall heißen soll, dass man Hopfen und Malz gleichsam riechen kann und sich die typischen dunklen Röstaromen zurückhalten. Im Antrunk schmeckt es dementsprechend zuerst nach Bier – und dann nach Dunklem. Auch hier kommt der Röstmalzanteil erst mit leichter Verzögerung durch. Im Abgang bleiben sie auch nur ein wenig auf der Zunge stehen. Außerdem wirkt es insgesamt spritzig. Wo andere Dunkle gleich von Anfang an zeigen, wo es langgeht, den Malzhammer herausholen und eine Breitseite an Karamell-, Kaffee- und Bitteraromen loslassen, lässt es das Loffelder Dunkel anders angehen. Hopfen und Malz rollen einem vereint über die Zungenspitze und erst, wenn das Bier die Mitte des Geschmacksorgans passiert hat, setzt das Dunkel- und Röstmalz ein, um dem Bier ein anständiges Finale zu bereiten. Dadurch wirkt das Loffelder Dunkel alles andere als behäbig, urig und schwer. Eigentlich ist es so eher spritzig und eine Spur schlanker. Für ein Dunkles ist diese Art des Geschmacksaufbaus interessant – vor allem für all jene, denen die traditionellen Dunklen zu sehr auf die Röstaromen ausgerichtet sind. Jetzt wüsste ich nur noch gerne, wie und welche Malze man kombinieren muss, um das so hinzubekommen. Allerdings befürchte ich, dass das Betriebsgeheimnis bleibt …

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