Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Hennemann/Sambach: Lagerbier (Nr. 45)

Es gibt ja viele Möglichkeiten, das Bier des Tages auszuwählen. Aber alle diese Möglichkeiten haben ihre Tücken:

Man könnte diverse Bücher über fränkisches Bier an einer zufälligen Stelle aufschlagen und das so gewählte Bier verkosten. Allerdings wird man dann häufiger in der Mitte des Buches anhalten als bei A oder Z.
Oder man hängt sich eine Brauereikarte an die Wand und versucht es mit einem Dart-Pfeil. Aber was, wenn man keinen Ort mit einer Brauerei trifft? Unterfranken ist ja bisweilen recht arm an Brauereien. Und wie ermitelt man korrekt die am nächsten liegende Brauerei?
Oder man pendelt es aus! Ein mit der unbändigen Kraft der Mutter Erde aufgeladener Kristall an einer im Mondschein von tibetanischen Brau-Mönchen geknüpften Schnur zeigt einem sicher das nächste zu probierende Bier, wenn man ihn über die Karte bewegt. Sofern man auf der wegen all der Löcher von den Dartpfeilen noch etwas lesen kann.

Oder man geht in den nächsten Getränkemarkt, schaut sich um und nimmt, was man noch nicht kennt und hofft, etwas Brauchbares gefunden zu haben. Manchmal nutzt das Gespräch mit dem Inhaber des Ladens. Manchmal steht da aber auch nur Verkaufspersonal, das auf die Frage “Haben Sie ein typisches fränkisches Landbier, bernsteinfarben, leicht ungespundet? Der Geruch sollte neben dem Malz eine leichte Hefespur aufweisen, das Bier sollte malzig sein, aber keine Röstaromen besitzen und einen deutlichen Hopfenabgang aufweisen. Haben Sie sowas?” antwortet “Sicher.” Nach einer dramatischen Pause, die man der Verkäuferin gerne zugesteht, solange man das Erwünschte erhält, fragt man dann doch mal nach: “Und welches?” “Müssen Sie halt mal schauen. Steht doch drauf!” O.K., gut, ja, …
Oder Sie fragen einen guten Freund. Oder mich. Dann wäre die Antwort:
Brauerei Hennemann, Sambach bei Pommersfelden. Lagerbier. 4,9%. Hopfig-herb, leicht trüb, ordentlich.

Na also, geht doch!

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