Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Ahornberger Landbier/Ahornberg: Ahornberger Landbier Dunkel (Nr. 397)

Es gibt hier auf Bier des Tages ja eigentlich relativ wenig Werbung. Klar lobe ich hier Biere und fordere auch zum Testen auf. Aber so ein “Klick hier!” oder “Klick da!” soll das hier gar nicht sein. Kleine und größere Geschichtlein um’s Bier gibt’s hier.
Nicht immer!
Heute gibt es Werbung! Wobei es eine Werbung ist, wenn es keine Gegenleistung gab, oder? Sagen wir es so: Es ist Werbung in (relativ) eigener Sache:

Leute, trinkt Ahornberger Landbier aus Ahornberg im Landkreis Hof!!!

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Das ist nämlich ein verdammt gutes Bier mit Charakter, das man nur weiterempfehelen kann. Dazu gibt es es in urigsten 0,5l-Steinie-Bügelverschluss-Flaschen. Uriger und kultiger kann gar kein Bier sein. Und erst der Förster vom Ahorn-Berg! Wer es noch nicht gesehen hat, muss sich das wie eine Mischung aus Rossdorfer (Flasche), Gampert (der urige Förster auf den Landbierflaschen) und seinem Lieblingsbier (Geschmack) vorstellen. Nur hängt leider ein Damokles-Schwert über der Brauerei, die im Mai letzten Jahres Insolvenz anmelden musste. Zwar gab es vor wenigen Tagen in der Frankenpost positive Nachrichten – so konnte bisher der Mitarbeiterstamm gehalten werden, das Unternehmen wieder solide dastehen und mögliche Käufer sollen an der Brauerei interessiert sein –, aber man weiß ja nie! Und um diese Brauerei wäre es verdammt schade. Und hoffentlich schlägt kein “Riese” wie die Kulmbacher zu, übernimmt das Vertriebsgebiet und lässt die Brauerei Stück für Stück sterben. Der Insolvenzverwalter scheint aber vor allem Wert bei der Wahl eines Käufers darauf zu legen, dass Betrieb und Mitarbeiterstamm erhalten bleiben. Gut so! Ich mag das Bier, auch wenn man es im Bamberger Raum kaum bekommt. Am 12. Oktober letzten Jahres hatte ich das mild-würzige Landbier vorgestellt. Und jetzt ist das Ahornberger Landbier Dunkel mit seinen 5,0% dran.
Und hey, das ist sowas von dran, wenn ich es in die Finger bekomme. Sattes dunkelbraun und ein milder Geruch. Ich mag’s ja in letzter Zeit, wenn die Dunklen nicht ganz so röstig-schwer daherkommen. Und auch zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge muss das Bier nicht so rauh sein wie die Natur. Klar ist es schön, wenn ein Dunkles von Anfang an gleich mal zeigt, was es kann. Wenn sich das Aroma wie beim Ahornberger Landbier dunkel aber Stück für Sück aufbaut, ist das auch was Feines. Die Röstmalze begleiten den Geschmack eher, als dass sie ihn dominieren. Und von Schluck zu Schluck steigert sich eine leichte, brotige Süße. Dazu noch ein wenig Hopfenaroma, das einen an Wald erinnert. Ein ehrliches, gutes Dunkles! Ich mag’s! Ich möchte, dass es weitergebraut wird! Leute, trinkt! Bitte! …
Oder lasst uns die Brauerei gemeinsam kaufen … naja, man wird doch noch träumen dürfen … ;-)

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