Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Kundmüller/Weiher: Urstöffla (Nr. 249)

Als ich hier vor ein paar Wochen das Weiherer Lager vorgestellt habe, habe ich auch erfaren, dass es von der (nicht mehr so kleinen) Brauerei Kundmüller aus (dem immernoch so kleinen) Weiher auch Biere gebe, die Bio-zertifiziert seien. Jetzt war ich am Anfang dieses Projekts ja ein Skeptiker, was Bio-Biere angeht – weil ich den Neunzigern mal schlechte Erfahrungen mit dem Neumarkter Lammsbräu gemacht hatte. Mittlerweile habe ich aber durchaus trinkenswerte Bio-Biere kennengelernt. Und nicht jedes Bier schreit seine ökologische Unbedenklichkeit gleich auf dem Etikett heraus. Das Weiherer Urstöffla z. B. trägt zwar das deutsche Bio-, das EU-Bio- und das Solarbier-Siegel – die aber dezent auf dem Rückenetikett. Auf den ersten Blick deutet nichts auf ein Bio-Bier hin. Das mag vielleicht zum einen daran liegen, dass die staatlichen Bio-Label nur ein ökologisches Mindestmaß garantieren. Zum anderen gibt es halt auch so Leute wie mich, die bei Bio an Emmer, Vollkorn und knochenharte, fade Dinkelkekse denken müssen. Das ist völlig daneben, das weiß ich. Und ich gelobe ja schon Besserung.

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Indem ich hier hier das Weiherer Urstöffla einer kleinen, aber feinen Biergemeinde vorstelle zum Beispiel. Geführt wird es als das Dunkle beim Kundmüller, obwohl es farblich bestenfalls braun ist. Nun ja, einigen wir uns darauf, dass es halt nicht hell ist. ;-) Das Urstöffla soll eine kraftvolle Bierspezialität mit der besonderen Hopfennote sein, kündigen es Etikett und Homepage an. Der Geruch ist dagegen eher mild. Der Geschmack ist für ein Dunkles auch eher “hell”. Da gibt es auch Kandidaten, die einen die Röstmalzkeule ordentlicher um die Ohren schwingen. Irgendwo in den hellen und braunen Malzen glaube ich so ein wenig Rauchgeschmack zu spüren, aber da bin ich mir nicht so sicher. Sicherer bin ich mir mit dem Hopfen. Der ist da und spielt auch nicht unbedingt die zweite Geige. Aber das Urstöffla ist kein “dunkles Pils”, bei dem die Hopfenherbe alles andere unter sich begräbt. Das ist im Großen und Ganzen recht trinkbar und so überhauptnicht typisch Bio … Es ist nicht unfiltriert, keine Spezialmalze aus Dinkel, Roggen und wer-weiß-was-noch. Es ist einfach ein leicht kerniges, braunes Bier, bei dem Bio-Zutaten verwendet wurden.
Na also, so geht`s doch auch …

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