Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Eppelein & Friends/Nürnberg: Schwarzer Prinz (Nr. 2079)

Und, wie viele Star Wars-Anspielungen habt ihr heute schon erdulden müssen? Immerhin ist heute der 4. Mai und der wird wegen des legendären Wortwitzes – sozusagen der legendär schlecheten Übersetzung von “May the force be with you” in “Am 4. Mai [May, the fourth] werde ich wieder bei euch sein” – als offizieller Star Wars-Tag gefeiert. Was wiederum die halbe Welt dazu bringt, heute Yoda-Memes und Darth Vader-Postings durch die Welt zu schicken – oder eben allem und jedem irgendwie einen Sternenkrieg-Bezug aufzupappen. Und wer wäre ich, wenn ich da nicht mitmachte …

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An so einem Tag bieten sich als Bier des Tages eigentlich nur besonders “rebellische” Biere an oder irgendwas “Imperiales”. Also was Dunkles von einem quereingestiegenen “Braurebellen” vielleicht. Wenn es dann noch dunkel ist, dann passt die Geschichte. So, wie beim Schwarzen Prinzen aus Karsten Burohs Brauerei Eppelein & Friends. Karsten Buroh hatte mir vor Kurzem zwei Flaschen von dem Bier zugeschickt. Vielen Dank übrigens nochmal dafür. Wie immer versuche ich natürlich bei der Bewertung des Biers neutral zu sein.

 

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Aber zurück zum Bier: Der Schwarze Prinz ist ein Imperial Stout, aber eines, das gemäß dem Reinheitsgebot gebraut wird. Das ist bei einem Stout nämlich alles andere als gewöhnlich. Schließlich gehört in ein klassisches Stout eine Schippe (~ 10 %) unvermälzte Röstgerste. Und die ist – weil unvermälzt – eigentlich nicht erlaubt.

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Aber wir driften jetzt schon wieder in die Haarspaltereien zwischen den Rebellen und dem “dunklen Imperium” ab. Zurück zum Bier: Schwere Malzaromen paaren sich mit einer unterschwelligen Süße, dunklen Beeren und Früchten und einer Mischung aus Kaffee und Schokolade. An Hopfen hat Karsten Buroh Fuggles und Perle verbraut. Die dürften zum Teil für die fruchtigen Noten verantwortlich sein. Das meiste – also vor allem die Trockenfruchtaromen – kommt aber aus der Kombination dunkler Malze mit einer obergärigen Ale-Hefe. Nicht übel! Und auch alles andere als schwach auf der Brust: 18 ° Plato sind das, was ein waschechter Doppelbock auf die Kurbel wuchtet. 7,3 % Alkohol hat der schwarze Prinz und ich finde, man schmeckt sie durchaus. Als Temperaturempfehlung steht auf dem Etikett 10 – 12 °C. Meine Empfehlung wäre: Gebt dem Schwarzen Prinzen durchaus ein wenig Temperatur. Die Komplexität gewinnt dabei und die Schokoladennoten legen zu. Cool … oder eben “hot” mit mehr Temperatur. Jedenfalls kann man den Schwarzen Prinzen so lassen.

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Wer will, darf sich jetzt überlegen, welche Figur aus dem Star Wars-Universum am ehestem dem Bier entspricht. Am besten während man sich den einen oder anderen Schwarzen Prinzen gönnt.

 

 

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