Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Mahr’s Bräu/Bamberg: Der Weisse Bock (Nr. 98)

So, jetzt sind wir beim letzten Sonntag in der Fastenzeit – und für den braucht es schon etwas Besonderes. Dass es schon wieder etwas Besonderes aus dem Hause Mahr’s in Bamberg ist, ist Zufall. Aber der Weizenbock vom Mahr’s war noch nicht unter den Fastenbier-Kandidaten. Und das kann ja nicht sein.

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Wenn man der “Weisse-Bock” ließt, darf man dadurch nicht auf die Farbe schließen, denn wen man danach geht, müsste es der “Schwarze Bock” heißen. Tief schokoladenbraun dunkel, äußerst trüb und dicht steht er da und entwickelt so viel Schaum, dass er äußerst behutsam ins Glas gleiten will. at man ihn denn dann drin, erfreut man sich an einer ausgeprägten und recht stabilen Schaumkrone.
Der Geruch ist hefebierig mit einer deutlichen alkoholischen Note. Naja, es ist ein Bock mit immerhin 7,2%. Das darf man dann schon riechen. Geschmacklich gibt sich das Ziegentierchen manierlicher, als man erwartet hat: Statt heftiger Röstaromen und deutlicher Hefebreitseite beginnt der Weisse Bock relativ zahm. Dukelmalzig ist er schon und erinnert im Geschmack auch an Schokolade und Kakao. Auch die Hefe kommt im Abschluss deutlich durch. Für die Farbe und die Dichte fehlt es vielleicht noch ein wenig an “Getreidigkeit”, um aus dem Bock das ideale Fastenbier zu machen. Aber auf der anderen Seite bedeutet es ja auch, dass der Bock zwar weniger ausgeprägt, dafür jedoch leichter trinkbar und interessanter für ein größeres Publikum ist. Für eine bekannte Brauerei ist das aber ein wichtiges Kriterium.

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