Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Scherdel/Hof: Scherdel Free (Nr. 64)

So, auf geht´s in die zweite Woche der Fastenzeit. Allen, die bis jetzt tapfer und eisern auf Bier verzichtet haben, zolle ich aufrichtigsten Respekt. Aber ich kann, soll und darf ja nicht … nicht trinken – um es mal so zu formulieren. Weil aber ja Fastenzeit ist, habe ich mir überlegt, ab und an ein Alkoholfreies einzuschieben. Normalerweise wrde ich das ja nie machen, also wären die 40 Tage vor Ostern ja eine passende Gelegenheit dazu.
Das Loffelder Alkoholfreie hatten wir ja schon, Heute steht das Scherdel free auf dem Programm. Hof hatte bis vor Kurzem ja noch die Bürgerbräu, die Meinel, die Scherdel und die Zeltbräu – und noch weiter früher waren da noch Deininger und Falter.
Bei der Zeltbräu läuft ein Insolvenzverfahren swóweit ich weiß, weshalb das berühmte Schlappenbier zum Schlappentag dieses Jahr die Brauerei Scherdel braut. Letztere gehört seit 2003 zur Kulmbacher-Gruppe und hat 2007 auch schon die Bürgerbräu übernommen. Bleibt noch die Meinel als letzte freie Brauerei Hofs.
Das Alkoholfreie bewirbt die Brauerei Scherdel auf ihrer Homepage vollmundig so:


“Scherdel »Premium Free« ist ein leichtes, schlankes Bier ohne Alkohol. Trotzdem entfaltet es beim Trinken einen angenehm abgerundeten, feinherben und hopfenaromatischen Geschmack. Im Glas ist es an seiner charakteristischen hellgelben Farbe und einem sahnigen kompakten Schaum zu erkennen.”

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Die hellgelbe Farbe und den kompakten Schaum kann ich so stehen lassen. Dazu kommt ein richtiger Kohlensäurevorhang, der im Bier hochblubbert. Der Geruch erinnert an die Bierwürze – wenn also in der Maische der Hopfen eingekocht wird – bierig, aber eine Spur zu süß. Im Geschmack ist es auf den ersten Blick erstaunlich bierig. Da ist tatsächlich eine würzige Hopfennote, die gegen den Malzmaischecharater ankämpft. Der süßliche Malzgeschmack behält aber die Oberhand und der Hopfen gibt letztlich nur noch den Abspann. Was am Scherdel free nicht schlecht ist, ist, dass es nicht ganz so wässrig schmeckt. Allerdings schmeckt es auch ein wenig “unfertig”. Zwar sind alle Komponenten da, die ein Bier so braucht, aber irgendwie wollen sie nicht so recht zusammenpassen. Allerdings muss man auch sagen, dass es dadurch auch nicht so langweilig schmeckt. Eine Alternative zu einem richtigen Bier? Jein … Ich kann jeden verstehen, der dann lieber Wasser trinkt. Für alle anderen durchaus eine trinkbare Alternative.

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