Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Fässla/Bamberg: Weizla Hell (Nr. 164) & Brauerei Keesmann/Bamberg: Weissbier (Nr. 165)

So ein Tag, so wunderschön wie heute … Ja, ich weiß, es regnet. Und außerdem dürfte der eine oder andere noch einen anständigen Schädel drauf haben, aber was soll’s, FREAKCITY ist wieder Meister! Sowa muss einfach gefeiert werden – egal, ob man nun Basketball-Fan ist oder nicht.
Dabei ist Bamberg ja nicht nur beim Ballsport topp. Auch biertechnisch hat die Domstadt einiges zu bieten. Trotzdem gab es bei der (neumodisch) traditionellen Weissbierdusche auch in der Freak- und Biercity Erdinger. Nun ja, gegen Erdinger ist generell nicht viel zu sagen. Ein ordentliches Weizen, kann man trinken – es kommt halt nur nicht aus Franken. Wobei Franken ja auch nicht das Weizenland ist. Und mal ehrlich, eine Bierdusche mit Keller- oder gar Rauchbier? Wer will denn nach einem so packenden Finalspiel noch einen 5-Liter-Steingutkrug heben?!

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Weizenbiere gibt es ja mittlerweile im Angebot von fast jeder Brauerei, auch wenn sie nicht immer auch dort gebraut werden. Ausnahmsweise vergessen wir die Tatsache mal geflissentlich, schließlich spielen bei Bamberg ja auch nicht unbedingt nur Urfranken mit ;-). Aber weizentechnisch hat die Schließung der Brauerei Maisel mit der sagenhaften Bamberger Weisse schon eine Lücke hinterlassen. Geschlossen wird diese Lücke – wie ich meine – durch zwei Weizenbiere: Das Keesmann Weissbier und das Fässla Weizla. Und weil die Brose Baskets ja ein Doble geholt haben, gönnen wir uns mal ein Weizen-Double.

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Das Keesmann Weissbier fällt vor allem durch seinen “niedrigen” Alkoholgehalt von “nur” 4,8% auf. Zwar liegen die anderen Weizen in der Regel mit 5,0% nur wenig drüber, aber ein Wert unter der 5%-Marke fällt bei Weizen einfach auf. Geschmacklich und farblich finde ich es völlig in Ordnung, hell, hefig, leicht säuerlich und süffig. Allerdings liest man in so manchen Internet-Bier-Rezessionen ganz anderes darüber. Entweder schwankt da die Qualität ab und an, oder die selbsternannten Biertester haben einfach zu unterschiedliche Ansprüche an so ein Bier. In “Bier! Das neue Lexikon” von Jürgen Roth wird es immerhin mit folgenden Worten gelobt: “Schlossen wir prompt ein Helles Weissbier (4,8%) ins Herz.”

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Der andere Kandidat im Double ist das Weizla vom Fässla. Das gibt’s in Hell und Dunkel. Bei der traditionellen Weissbierdusche sieht ein Helles aber immer besser aus als ein Dunkles. Das Weizla Hell hat die obligatorischen 5,0% und ist optisch mit seiner trüben Honig-Farbe durchaus klassisch. Geschmacklich macht auch das nichts falsch, wie ich finde: leicht malzig, deutlich hefig und recht moussierend.
Welches von beiden nun das Bessere ist? Gute Frage – nächste Frage. Beide sind sehr ordentlich und haben ihre Liebhaber. Genauso wie auch die anderen Weizen, die es hier noch gibt vom Mahr’s, vom Spezi, vom Schlenk, vom Ambräusianum, vom Klosterbräu … und ja, auch von der Kaiserdom das Weizenland …
So gesehen noch viele Möglichkeiten, die Basketball-Helden bei weiteren Meisterschaften mit “Bamberger” Weissbier zu duschen.

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