Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Felsen Bräu/Thalmannsfeld: Gletscher Gold (Nr. 1871)

So, heute gibt es das letzte Bier des Tages – fürs Jahr 2015. Ich will mich auch gar nicht lange in Rückschauen ergehen, was in diesem Jahr alles so passiert ist. Da gäbe es viel zu erzählen, aber am “einschneidensten” war der komplette Server.GAU bei meinem Lieblingshoster 1blu, der meinen Blog auf der Adresse bierdestages.de gekillt hat. Und was die Wünsche und die Vorausschau fürs nächste Jahr angeht, steht auf Platz 1, meinen Blog wieder zum Laufen zu bekommen. Im Moment vertragen sich die Neuinstallation und die Datenbank noch nicht, was sich aber sicher irgendwie beheben lässt, wenn ich mal Zeit habe. Denn nachdem im letzten Jahr schon das eine oder ander Buch mit Gastbeiträgen von mir erschienen sind, wird es im nächsten Jahr noch mehr von mir zu lesen geben. Seid gespannt! Ich schreibe jedenfalls eifrig. Und dann noch die ganzen Jubiläen!!! Am 10.01.2016 wird das Bier des Tages stolze 5 Jahre alt! Da wird es langsam Zeit,s ich Gedanken darüber zu machen, wie es mit diesem Projekt weitergeht …
Und dann feiert das Reinheitsgebot – mein Lieblingsthema – ja noch Geburtstag. Da werde ich hier und da vielleicht auch noch mal meinen Senf dazu abgeben. Eine Einladung zu einer Diskussionsrunde im hohen Norden habe ich schon mal bekommen. Mal sehen, was daraus wird …

Gletscher Gold 2

So, jetzt aber genug vom verkorksten 2015 und vom hoffentlich besser laufenden 2016. Ich schulde euch für heute ja keine ellenlange Selbstbeweihräucherung (oder schlimmer gar ebenso langes Lammentieren), sondern einen Biertipp, der zum heutigen Silvester passt. Was für mich heißt: Wie kann ich um das leidige Angestoße mit Sekt herum und welches Bier könnte ich stattdessen in ein Sektglas füllen? Als Vorschlag hätte ich da einen Weizenbock namens Gletscher Gold der Felsen Bräu aus Thalmannsfeld. Dabei handelt es sich um einen hellen Weizenbock mit 6,6 %, der mit Polaris gestopft wurde. Das klingt jetzt noch nicht soooo exklusiv. Verkauft wird das – handnummerierte!!! – Bier aber in 3 0,33er Flaschen im Holztäger für den stolzen Preis von 16 Euro. Also zumindest preislich schlägt man die Schaumweinfraktion um Längen!!!

Gletscher Bock 1

Im Sektglas macht sich der helle Weizenbock übrigens gut. Am Anfang neigt er zur ordentlichen Schaumbildung. Also lieber schon um 10 vor 12 öffnen, damit bis 12 genügend Gletscher Gold im Glas ist. Apropos öfnen: Da habe ich mit dem GletscherGold ein kleines Problem. Denn auch diese kleinen Flaschen werden aufgeschraubt. Für ein Bier mit einem Preis von 16 Euro pro Liter ist das … nicht optimal. Alle um mich herum lassen die Korken knallen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich drehe mal mit sanften Zischen an dem (immerhin mit Lack versiegelten) Drehverschluss? Sorry, das gibt Punktabzug!

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Der Inhalt gefällt dagegen. Schon in der Nase hat man ein angenehmes Hopfenaroma: frisch, aber nicht penetrant! Der erste Schluck gefällt ebenso. Der Polaris-Hopfen darf sich sanft aufbauen, der Weizenbock steuert einen nicht zu vollen Körper bei, die Fruchtaromen des Weizenbocks kommen erst langsam durch – die Bananennoten machen dem Hopfen da nicht den Platz streitig. Aber obwohl der Hopfen mit seiner frischen leicht minzigen Note an vorderster Stelle steht, kleistert er nicht alles zu. Die Hefe bleibt subtil im Hintergrund. Die Süße passt auch. Alleine auf die Dauer könnte hintennach einw enig mehr Herbe aufkommen. Aber verteilt man so eine 0,33er Flasche auf zwei edle Gläser, um z. B. mit der geliebten, weltbesten Biertestergattin anzustoßen, dann fällt auch das nicht weiter ins Gewicht …

Gletscher Gold

Ja, mit so einem Weizenbock brauche ich keinen Sekt. Das hat den richtigen Glamour fürs Silvesterfest. Das schmeckt gut. Und ob der stolze Preis für den Inhalt gerechtfertigt ist, fragt man sich an so einem Tag nicht. Den Kater (egal, ob jetzt vom Alkohol oder von der EC-karten-Abrechnung) verschieben wir auf morgen.

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Für heute wünsche ich euch jedenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt anständig, übertreibt es nicht und ich würde mich natürlich freuen, euch auch 2016 als leser meiner Kolumne begrüßen zu dürfen. Was, wo und wie … das sehen wir dann.

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