Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Rittmayer/Hallerndorf: Smoky George (Nr. 1820)

Beim heutigen Bier des Tages habe ich ein kleines Problem. Das Smokey George (damals übrigens noch mit “e”) hatte ich nämlich schon mal besprochen. Genau gesagt am 80.05.2012. Aber … Tja, aber damals hatte es gerade mal 5 % Alkohol, und war ein sehr torfiges Vollbier. Heute steht es mit satten 7 % vor mir, ist mittlerweile auf “Bockstärke” angewachsen. Ach ja, und das “e” hat es auch verloren.

Smokey George

Ist das noch dasselbe Bier? Ist es ein neues Bier mit altem Namen? Unbd was ist das mit dem “e”? Zeigt der Namens (und auch Flaschen-)wechsel an, dass es doch ein neues Bier ist? Sollte es eine neue Nummer bekommen, oder sollte ich ihm die alte Nummer versehen mit einem “b)” zum Beispiel zusweisen? Fragen über Fragen. Ich habe mich, wie ihr seht, für eine komplette Neubewertung und Neuaufnahme entschieden. Satte 2 Volumenprozent Alkohol mehr bedeuten auch wesentlich mehr Malzeinsatz und verändern den Charakter eines Bieres deutlich. Und dann heißt es ja auch nicht mehr Smokey George, sondern nun Smoky George.

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Was im Falle des Smokey George für meinen Gaumen von Vorteil ist. Denn mein erstes Erlebnis mit diesem torfig-rauchigen Bier war … nun ja, sagen wir es mal so … nicht gerade berrückend. Wer will, kann meine Erlebnisse mit und Gedanken zu diesem Bier bei bierguerilla.de nachlesen.

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Jedenfalls hat das Smoky George (also das mit den 7 % und ohne das “e”) in diesem Jahr einen goldenen bierstern in der Kategorie Rauch-Starkbier bekommen. was für mich eine gute Gelegenheit darstellt, die neue Version dieses Biers vorzustellen. Die Farbe erinnert tatsächlich an einen Whisky, finde ich. Und in der Nase hat man diese deutlichen, torfig-rauchigen Aromen. Das muss man mögen, daran hat sich nichts geändert. Und auch nicht daran, dass das Smoky George kein “einfaches” Bier ist. Selbst für Rauchbierfreunde. Es ist und bleibt wohl eher ein Bier für die Whisk(e)y-Trinker. Wobei dem Bier natürlich die deutliche Alkoholschärfe des schottischen Nationalgetränks fehlt. Und dadurch, dass das Smoky George an Volumen und Körper zugelegt hat, rollt es auch ein wenig gefälliger über die Zunge. Wenn man ein Whisk(e)y-Liebhaber ist. Das muss man immer im Hinterkopf haben. Oder wie es auf dem Etikett steht:

“Nichts für Leute, die Whisky für eine Hunderasse halten”

Eine Sache gefällt mir übrigens am Smoky George besser als an anderen Bieren mit Whisk(e)y-Aromatik: Überträgt man die Aromen über Fasslagerung ins Bier, bekommt man zu den Whisk(e)y-Aromen auch den ganz eigenen Holzgeschmack. Auch das kann man mögen – oder auch nicht. Beim Smoky George hat man dieses kalte, erdig-torfige Raucharoma klarer. Was es im Vergleich zu anderen Rauch- und Whiskybieren eigenständig macht. Und das ist durchaus einen Bierstern wert.

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In Sachen Whisky (oder Whiskey) trägt die Sache mit dem “e” ja durchaus eine Bedeutung. Die Schotten sparen sich das “e” – so sind sie halt, die Schotten. Die Amerikaner und Iren sind da freigebiger – also zumindest bei den Vokalen. Ich tippe mal darauf, dass das Smokey George von früher aus genau dem Grund sein “e” verloren hat. Denn da es mit schottischem Torfmalz gebraut wird, dürfte natürlich nur die schottische (sparsamere) Schreibweise in Betracht kommen.

 

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