Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Roppelt/Stiebarlimbach: Bockbier (Nr. 1489)

Ich hatte ja gestern “die legendären Tastingabende” im Cafe Abseits erwähnt. Die darf man sich jetzt nicht als festen monatlichen, wöchentlichen oder gar täglichen Stammtisch vorstellen. Gott bewahre! Das Cafe Abseits könnte ja sofort schließen, wenn wir jeden Tag vorbeikämen, alle Plätze belegten und dann am besten noch selbst mitgebrachtes Bier tränken!!! Nein, es ist vielmehr so, dass immer wieder Gäste aus der ganzen Welt im Abseits vorbeischauen und die familiäre Atmosphäre nutzen, um mit Gleichgesinnten über Bier und Brauen zu philosophieren. Und dabei werden dann Biere verkostet, die auf der Karte stehen, die vielleicht auf die Karte kommen könnten, die jemand mitgebraucht hat und, und, und. Neben Bieren aus der ganzen Welt schaffen es aber auch immer wieder “ganz einfache fränkische” Biere in solche Tastings. Und dann kann ich darüber schreiben ;-).

Roppelt Bock 1

 

Das Bockbier der Brauerei Roppelt aus Stiebarlimbach zum Beispiel. Ich weiß gar nicht, woher die Flasche kam, die Gerhard auf den Tisch gestellt hatte. Und ich habe leider auch vergessen, wer da alles mit anwesend war. Was Personen angeht, ist mein Gedächtnis leider ein Sieb. Ich glaube, Holger Hahn von Biererleben hatte an dem Abend das Abseits besucht. Aber sicher bin ich mir nicht. Naja, verbucht es unter Namedroppig. ;-) Schlißlich geht es um das Bier. Und das habe ich wohl so um Anfang Februar herum probiert, das weiß ich immerhin sicher. Schließlich steht die Rezension dazu im Index Cervisiae Band XII (30.01.2014 – 20.04.2014) ziemlich weit vorne. ;-)

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Nun haben es fränkische Landbiere, wie es der Bock aus Stiebarlimbach ist, bei solchen Tastings naturgemäß ein wenig schwer. Im Vergleich zu IPAs aus der ganzen Welt wirken sie vielleicht schlichter. Aber das bedeutet weder, dass sie langweiliger wären, noch, dass man gar auf sie verzichten könnte.

Roppelt Bock 2

Das helle Bockbier der Brauerei Roppelt zum Beispiel schaut nicht nur schön honiggolden aus. Es besticht auch neben honighafter Malzsüße durch ein feines Aroma von weißer Traube. Sage nicht ich, sagte der anwesende Sommelier. Zumindest hatte ich mir das so notiert. Auf der Zunge ist der Bock … smooth! Samtig weich, malzig, ein wenig ins Honigsüße gehend, aber nur ein wenig. Dazu kommen getreidige Noten und eine angenehme Hopfigkeit. Lässt man sich und dem Bier ein wenig Zeit, dann kann man auch die angenehme Herbe genießen, die sich im Nachall aufbaut. Was soll ich sagen: Der ist gut!

Und das ist vielleicht das Wichtigste an diesen Tatstingabenden. Sie erweitern den Horizont in alle Richtungen. Sie lenken den Blick nicht nur auf die großen Biere aus der weiten Welt, sondern eben auch auf die kleinen, kaum bekannten Brauereien auf dem fränkischen Land. Was da gebraut wird, muss sich bisweilen hinter manch bekannten Namen nicht verstecken!

P.S.: Jetzt hätte ich das mit dem Alkohol beinahe vergessen. Da hat der Roppelt Bock, wenn ich nich nicht täusche, 7,2 %. Nur mal so nebenbei.

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