Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Eder&Heylands/Großostheim: Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei (Nr. 1582)

Normalerweise vermeide ich es ja, zwei Biere von derselben Brauerei so schnell hintereinander zu besprechen. Aber grade reizt mich genau das. Schließlich fiel mir beim Bavaria Weißbier alkoholfrei die Sache mit der Kohlensäure auf. Und da wollte ich doch gleich mal nachschauen, was auf dem Etikett des Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei denn so steht. Denn mal ehrlich: Bei zwei alkoholfreien Weizen aus gleichem Haus liegt der Verdacht nahe, die Biere wären gleich:

Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei Bavaria Weißbier alkoholfrei

Und siehe da, da steht die reinheitsgebotskonforme Gärungskohlensäure.  Und die MHD-Aufdrucke unterscheiden sich auch … Handelt es sich also um zwei unterschiedliche alkoholfreie Weizen aus gleichem Haus? In der Stammwürze liegen beide Bier jedoch  laut Homepage von Eder&Heylands und der von Schlappeseppel bei 7,7 %. Also doch das gleiche Biere und nur anders deklariert? Allerdings liest man bei Schlappeseppel nichts von der besonderen Braumethode wie bei Bavaria …

Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei 1

Und dunkler sieht es auch aus – das Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei! Schlappeseppel empfiehlt sein alkoholfreies Weizen übrigens als Appetit anregenden Aperitif oder zu Süßspeisen. Da bin ich mir nicht ganz sicher – schließlich ist das Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei auch ganz schön süß, maischig, ein wenig wie unvergorene Bierwürze. Da ist es doch mehr ein Durstlöscher, aber das steht auch so auf der Homepage.

Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei

Wobei es recht trinkbar bleibt, was auch daran liegt, dass es Citrus-Momente hat. Zudem wirkt es weich und ein wenig bananig-sämig – trotz der zugesetzten Gärungskohlensäure. Leider ist auch dieses alkoholfreie Weizen eher wässrig als vollmundig. Aber “Wunder” hatte ich auch keine erwartet.

Schlappeseppel Weißbier alkoholfrei 4

Quelle: http://www.schlappeseppel.de/biere/weissbier-alkoholfrei/

Was mich aber ein wenig irritiert hat, war der Satz auf der Homepage:

Natürlich ebenfalls nach traditioneller Rezeptur und selbstverständlich in der wohl bekannten Schlappeseppel-Qualität gebraut.

Ein alkoholfreies Weizen mit traditionellem Rezept??? Ein alkoholfreies Weizen gab es doch von der alten Schlappeseppel-Brauerei in Aschaffenburg gar nicht? Wahrscheinlich nicht mal ein Weizen … Da wird der Kunde “ein wenig auf den Arm genommen”!

Aber auf der Seites des alkoholfreien Weißbiers vom Schlappeseppel steht so viel Text, das liest doch eh keiner. Und somit fällt es gar nicht weiter auf …

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