Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Tucher/Fürth: Dunkles Hefe Weizen (Nr. 1780)

Heute gibt’s als Sonntags-Frühschoppen-Weizen ein dunkles Weizen. Das kommt heute von der Brauerei Tucher aus Nürnberg/Fürth – und damit von einem der großen Player auf dem fränkischen Biermarkt.

Tucher Dunkles Hefe Weizen 2

Großbrauereien mag der traditionelle Bierfranke ja nicht so sehr. Zu unpersönlich sind diese Brauereien, zu wenig “authentisch” und überhaupt ist es bei den kleinen Brauereien auf dem Land viel schönen. Nun kann man ja über die Brauerei Tucher viel sagen, aber in einem muss man die neuen Tucher-Etiketten fast schon loben: Die Idee hinten auf die Etiketten Trinktemperatur, Charakter, Farbe usw. zu drucken, finde ich gut! Natürlich könnte das noch ausführlicher sein. Und natürlich könnte man beim Brauen dieses dunklen Weizens auf Röstmalzbier verzichten. Und natürlich kann man sich darüber streiten, ob es solche Angaben überhaupt braucht. Beim Wein ist sowas ja durchaus gang und gäbe. Da helfen Hinweise im Regal bzw. auf den Flaschen den passenden Wein zu Geflügel, Käse usw. zu finden. “Echter Biertrinker” – so, wie einige meiner Freunde – brauchen sowas natürlich nicht auf ihren Bierflaschen und finden, dass Bier nicht anfangen solle, Wein zu imitieren. Die wissen, wann sie Lust auf ein dunkles Weizen haben. Und ob irgendein Sommelier nun meint, es passe nicht zu diesem oder jenem Essen, wird ihnen auch egal sein. Aber auf der anderen Seite gibt es auch die, die sonst kein Bier kaufen und dann für ein wenig Hilfe wie in dieser Form dankbar sind. Jede Medaille hat eben zwei Seiten.

Tucher Dunkles Hefe Weizen

Geschmacklich muss ich sagen, dass ich auch schon schlechtere dunkle Weizen in der Hand hatte. Die Hefe spielt sich deutlich in den Vordergrund, das dunkle Malz bleibt da geschmacklich ein wenig zurück – zumindest im Vergleich zur dunklen Farbe. Aber da kommt wieder der Punkt mit dem Röstmalzbier, das dunkler färbt, ohne zu viel Röstaromen ins Bier zu bringen. Abgesehen von den dunklen Noten im Körper trinkt es sich wie ein “normales Weizen”: Cremig im Körper, ausgewogen zwischen Banane und Nelkenaromen, … Natürlich könnte man sich auch hier mehr Eindruck vom dunklen Malz wünschen, aber das ginge zulasten der Trinkbarkeit.

Quelle: http://www.tucher.de/unsere-biere/unser-sortiment/unsere-weizenbiere/

Quelle: http://www.tucher.de/unsere-biere/unser-sortiment/unsere-weizenbiere/

Schaut man sich die Tucher-Homepage an, gibt es dort (mittlerweile) auch Empfehlungen, zu welchen Speisen so ein dunkles Weizen passen würde. Dort wird das Bier zu Bratengerichten, aber auch zu Geflügel und kräftigem Fisch empfohlen. Damit stimme ich ja überein, außer vielleicht der Sache mit dem Geflügel. Da müsste man vielleicht differenzieren, ob man jetzt ein Brathähnchen meint (da würde es passen) oder eine mediterran gefüllte Hühnerbrust (da wäre es für meinen Geschmack zu schwer). Aber da … für gäbe es sicher passendere Biere.

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