Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Biermanufaktur Engel/Crailsheim: Hefeweizen Dunkel (Nr. 1312)

Mal wieder Sonntag, mal wieder ein Weizen. Aber es muss ja nicht alles so sein, wie an jedem Sonntag. Also gibt es heute mal wieder ein dunkles Weizen. Der Bierstil “South German-Style Hefeweizen Dunkel“, wie er beim European Beer Star genannt wird, ist ja jetzt nicht gerade die häufigste Variante unter den Weißbieren. Dunkle Weizen findet man hier und da als einziges Weizen einer Kleinbrauerei, gerne auch mal als ein wenig schwerere Winterweiße und natürlich auch bei den größeren und großen Brauereien. Wer sowieso schon ein helles, ein alskoholfreies und auch ein Kristallweizen anbietet, der hat natürlich auch ein dunkles Weizen im Portfolio. So ist es auch bei der Biermanufaktur Engel aus Crailsheim, wobei es eine alkoholfreie Weizenvariante (noch) nicht gibt.

Hefeweizen Dunkel Engel

Das helle Hefeweizen hatte mich bei meinem Test nicht so richtig überzeugt. Das Kristallweizen war dagegen eher nach meinem Geschmack. Und wie die beiden anderen Weizen unterscheiden sich die Etiketten des Hefeweizen Dunkel von den anderen Engel-Etiketten. Sowas erregt bei mir natürlich immer den Verdacht, dass die Weizenbiere zugekauft werden. Ob es aber tatsächlich so ist, kann ich natürlich nicht mit Gewissheit sagen.

Engel Hefeweizen Dunkel

Optisch gibt’s durchaus dunklere Weizen. Das Hefeweizen Dunkel ist bestenfalls rotbraun, aber im Vergleich zum Hefeweizen Hell halt deutlich dunkler. Dabei sollen laut Homepage 75 % dunkles Weizen- und 25 % dunkles Gerstenmalz verwendet werden. Naja, in dem Fall muss man das “dunkel” wohl in Anführungszeichen setzen. Die genaue Malzzusammensetzung verrät natürlich keine Brauerei. Das Aroma des dunklen Hefeweizens ist dunkelmalzig, ein wenig ritfruchtig, wie ich finde. Was zusammen mit der Nelkennote des Weizens fast ein wenig an Glühwein erinnert. Naja, vielleicht täuscht mich da mein Eindruck auch, schließlich ist die Glühweinsaison schon eine Weile her. Oder es ist noch ein wenig hin. Je nachdem, wie man es sieht. Geschmacklich denkt man dabei weniger an Glühwein, dafür ist es zu deutlich Weizen. Dunkle, trockene Noten paaren sich mit feiner Würze und einer angenehmen Bananigkeit. Ein nettes Weizen, nicht zu schwer, nicht zu brachial, da gib’s schwerere dunkle Weizen. Aber im Vergleich zum Hefeweizen Hell gefällt mir das dunkle besser.

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