Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Zehendner/Mönchsambach: Wachenrother Kerwa-Festbier (Nr. 1454)

Es gibt ha so Brauereien, über die hörst du nichts Schlechtes. Im Gegenteil, deren Namen werden zumeist ehrfurchtsvoll genannt. Wenn man so will, sind das “Kult.-Brauereien”, auch wenn es weder der Bräu noch sonst ein Mitarbeiter so ausdrücken würde. Zu diesen Kult-Brauereien in Franken gehört sicher die Brauerei Zehndner in Mönchsambach.

Und das hat mehrere Gründe. Zum einen ist es gar nicht so leicht, an das Bier zu kommen. Im Gegensatz zu anderen “Kultbieren” wie Augustiner oder Tegernseer stehen die Mönchsambacher Euro-Flaschen nämlich nur ganz, ganz selten in Getränkemärkten. Zudem sind die Biere alle mehr als nur ordentlich. Gerade die Mönchsambacher Biere werden gerne als “Referenzbier” herangezogen, wenn es darum geht, ein Bier sensorisch einzuordnen.
Wenn man von so einer “Kultbrauerei” nun sein eigenes Bier gebraut bekommt, dann ist das schon was Besonderes, finde ich. Was die Wachenrother Kerwasburschen und -madli angestellt haben, um zu dieser Ehre zu kommen, kann ich nicht sagen. Vielleicht lockt die Wachenrother Kerwa ja mit einem ordentlichen Bierkonsum? Aber welche Kerwa täte das nicht? Jedenfalls gab es in diesem Jahr für die Wachenrother Kerwa einen Sondersud “Festbier”. Und weil die Wachenrother vielleicht nicht ganz so viel Durst hatten, gab/gibt es das Bier zwischenzeitlich auch im Cafe Abseits in Bamberg.

Mönchsambacher Wachenrother Festbier kerwa

Und da bin ich dann seiner habhaft geworden. Was es an Alkohol hatte, kann ich grade so aus dem Stehgreif nicht sagen, aber die Stammwürze ist ja eh interessanter. Die soll so bei 14 % gelegen haben. Nicht schlecht schon mal. Für ein Mönchsambacher Bier ist es recht “dunkel”. So bernstein-trüb ist noch nicht ein mal das Mönchsambacher Weizen. Geschmacklich ist es … süffig. Wie wäre auch etwas anderes zu erwarten? Es liegt gut ausbalanciert zwischen den Polen “malzig” und “hopfig”. Es erinnert ein wenig an das Lager, nur dass es hopfiger ist und auch Karamell-Aromen hat, dazu auch getreidige Töne … Ach, was soll ich groß schreiben? Es ist süffig (ich weiß, ich wiederhole mich). Und eigentlich müsste ich gar nichts schreiben. Denn wie gesagt, es gibt so Brauereien, da hört man eh nichts Schlechtes …

P.S.: Wer sich jetzt denkt: Was schreibt der Depp im November über Kerwesbiere, wenn doch die Kerwa-Saison vorbei ist, für den habe ich ein paar (nicht ganz jugendfreie) Kerwalieder. nach der Kerwa ist nämlich vor der Kerwa!

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