Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Brauerei Eichhorn/Dörfleins: Export (Nr. 1455)

Gut, die letzte Zeit war echt unterfrankenlastig. Da habe ich – bildlich gesprochen – den halben Spessart “abgeholzt”. Das war nötig, schließlich fehlten mir da verdammt viele Biere. Aber warum immer in die Ferne schweifen? Schließlich habe ich noch nicht mal alle Biere um meine Heimatstadt Bamberg herum besprochen.

Quelle: Flyer der Brauerei Eichhorn/Dörfleins

Quelle: Flyer der Brauerei Eichhorn/Dörfleins

Es ist aber auch einfach, den Überblick zu verlieren. Nehmen wir mal die Brauerei Eichhorn in Dörfleins. Da stehen die Sorten Kellerbier, Pils und sogar im Herbst/Winter der Bock nahezu überall herum, vom REWE ums Eck bis zum speziellen Getränkehändler.  Die waren relativ schnell abgearbeitet und dann hakt man die Brauerei ab. Warum eigentlich? Schließlich gibt es daneben ja auch noch ein Export und ein Weizen. Die wiederum stehen in keinem Getränkemarkt der Region. Deshalb fällt das Export zum Beispiel auch nicht weiter auf.

Eichhorn 2

Bei der Brauerei Eichhorn habe ich ja so ein kleines “Problemchen”. Die Etiketten und der Web-Auftritt der Brauerei wirken recht modern, die Biere sind aber selbst eher ein wenig “rustikal” – ähnlich wie die Brauereigaststätte. Schaut euch mal die Bilder im Flyer der Brauerei weiter oben an! Vielleicht habe ich die Brauerei auch wegen dieses – für mich so empfundenen – Gegensatzes nicht so deutlich “auf dem Schirm”. Heute gibt es jedenfalls das Eichhorn Export in schickem, blauem Kleidchen.

Eichhorn Export 2

Das Bier selbst ist golden und klar. Im Aroma zeigt sich Stroh und Hopfen. Auf der Zunge denkt man als erstes an ein mildes Helles, vordergründig hellmalzig und getreidig. Dann blitzt im Mittelteil fast unvermittelt ein wenig mehr Süße auf. Das alles wird von einem recht konventionellen Hopfenaroma begleitet, das aber nicht eindeutig im Vordergrund steht. Nach hintenheraus wird es dann langsam herber und der Abgang/Nachhall macht schon wieder Lust auf den nächsten Schluck. Wobei es ein wenig “frischer” wirken könnte, wenn ich ehrlich sein soll. Es ist eben ein wenig rustikal, nicht schlecht, aber zu einer Top-Platzierung unter den hellen Exportbieren reicht es so in meinem persönlichen Ranking leider auch nicht. Allerdings ist das Eichhorn Export auch nicht schlecht! Und dass es in keinem Getränkemarkt zu finden ist, ist eigentlich unverständlich.

 

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