Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Jürgens Bier- und Folkfestbier Spezial Hell/Hausbräu aus Mittelfranken (Nr. 1346)

Ich habe einen Bierfreund aus der Ansbacher Gegend, der immer behauptet, es gebe die Biersorte “Spezial“. Und als besagter Bierfreund Jürgen für sein Bier- und Folkfest ein eigenes Bier brauen wollte, kam für ihn natürlich nur ein “Spezial” in Frage.

Jürgens Spezial Hell

Was auf alle Fälle schon mal sicher ist, ist, dass in einem Streifen von Pegnitz bis ins Hohenlohische immer wieder besonders süffige Biere gibt, die auf den Namen Spezial hören. Und nicht nur dort. Unterhält man sich aber mit demeinen oder anderen Braumeister bzw. schaut man sich die Biere an, ergibt sich nicht unbedingt ein einheitliches Bild. Was man aber sagen kann, ist, dass ein “Spezial” ein süffiges Bier ist, dass man irgendwo zwischen einem Märzen und einem Export einordnen kann.

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Es kommt also auf die Malzzusammensetzung an. Bei Jürgens Spezial Hell ist es eine Mischung aus Sauermalz, Pilsner und Münchner (zu gleichen Teilen) und einer Schippe Melanoidinmalz. Letzteres sorgt dafür, dass Jürgens Spezial Hell einen richtigen Orangeton bekommen hat. Durch die Trübung kommt dieser schöne Farbton noch deutlicher hervor. Trotzdem ist es schade, dass Hausbrauer ihre Biere nur unter technischen Schwierigkeiten richtig schön blank bekommen. Denn wäre es klar, wäre die Farbe noch ein wenig “genialer”. Aber was mäkle ich hier rum? Sowas muss man als Hausbrauer erst mal hinbekommen.

Jürgens Spezial

Jürgen hatte bei seinem ersten Hausbräu übrigens “professionelle Unterstützung”. Ich soll – so hat es mir Jürgen aufgetragen – unbedingt darauf hinweisen, dass dieses Bier so ohne seinen Kumpel Tim nie zustande gekommen wäre. Und wie die beiden das Bier hinbekommen haben, ist wirklich mehr als nur ordentlich. Und das schreibe ich jetzt nicht, weil Jürgen ein Kumpel von mir ist. Das erste, was man schmeckt, ist eine sehr schön ausgewogene Malzaromatik. Das Melanoidin kommt leicht trocken heraus, dominiert dieses Bier aber nicht. Eine feine Honigsüße und Karamellaromen begleiten den Geschmack.  Der Hopfen (Hersbrucker und Spalter Select) darf ein wenig blumig und “zitronig” darüber “wehen”. Extrem hopfig ist es nicht. Wie gesagt, so ein Spezial liegt zwischen einem Märzen und einem Export. Das hier würde ich eher in Richtung Märzen verorten. Oder, man beschreibt das Spezial tatsächlich als eigene Sorte.
Jedenfalls ist bzw. war es süffig! Und das sit die Hauptsache!

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