Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Pax-Bräu/Oberelsbach: Bière d’Abbaye Double (Nr. 1435)

Es gibt Sachen, da kenne ich mich aus, das kann ich glaube ich mit Fug und Recht behaupten. Fränksiche Biere gehören da vielleicht auch dazu. Immerhin sind 1435 getestete und vorgestellte Biere kein Pappenstiel. Auch mit den Bieren in der einen oder anderen Region außerhalb Frankens bin ich durchaus ein wenig vertraut. Aber auf der anderen Seite gibt es Biere und Bierstile, mit denen ich mich bisher nicht so umfassend beschäftigt habe. Dazu gehören auch belgische Biere. Zwar habe ich da das eine oder andere immer wieder mal in der Hand und genieße es durchaus, aber mir einen systematischen Überblick wie über den heimischen Biermarkt und sein Angebot habe ich mir bisher noch nicht gemacht.

Pax Bräu Biere Double

Quelle: http://www.pax-braeu.de/

Gott sei Dank gibt es immer wieder fränkische Brauer, die mich mit ihren Kreationen dazu bringen, über meinen rot-weißen Tellerrand zu schauen. Einer davon ist Andreas Seufert von der Pax-Bräu in Oberelsbach. Das ist ja einer der Brauer, die beides können: Anständige Biere brauen und ihnen auch noch ein Gesicht geben. In der Welt vom 28.10. ging es ja genau darum: Um Brauer, die ihren Marken ein Gesicht geben. Und dass das nicht immer einfach sei. “Nur wenn ein Mensch überzeugend die Marke prägt, kann ein Bier authentisch sein.“, kann man da lesen. Stimmt. Im heutigen Fall bedeutet das:

Pax-Bräu = Andreas und Andreas = Pax-Bräu.

Pax Bräu Biere de Abbaye DoubleAber ich philosophiere schon wieder, dabei soll es doch mehr ums Biére de Abbaye Double gehen. Und das hat Andreas Seufert, seines Zeichens Braumeister und Sommelier, eigentlich schon treffend in seinem Bierkalender beschrieben. Ein braunes, malziges Bier, dessen satte 7,5 % alles andere als ein Pappenstiel sind. Vom Geruch her fand ich es interessant malzig-fruchtig. So ein Double wird ja zwei Mal vergoren, wobei beim zweiten Mal Honig als Kohlehydratgeber zum Einsatz kommt. Das macht das Bier – das hierzulande ja nicht Bier heißen darf – vielleicht gerade so vollmundig und fruchtig. Und eben auch malzig … Fast bekommt man da Lust auf die ersten Lebkuchen. was vielleicht auch ein wenig am Koriander liegen könnte. Meinetwegen hätte das Bier auch noch eine Spur Zimt und Nelke vertragen können. Vielleicht bin ich auch nur langsam auch schon in Vorweihnachtsstimmung. Gut, das Bier könnte vielleicht ein wenig spritziger sein. Aber da fehlt mir der Vergleich zu anderen, belgischen Double. Vielleicht gehört es ja so.

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