Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Rhönbrauerei Dittmar/Kaltennordheim: Rhöner Urtyp (Nr. 1681)

Ich bin ja in Sachen Bier mittlerweile nicht nur Blogger”, sondern schreibe hier und da auch für den Printbereich.  Für die Neuauflage von Lebensart Genießen In und um Bamberg habe ich zum Beispiel zwei Artikel über die Bierregion Staffelstein und den Wandel Bambergs von einer Weinstadt hin zur Bierstadt beigesteuert.

Lebensart genießen

Und das ist – neben meinen mittlerweile regelmäßigen Beiträgen in der Zeitschrift des Fränkischen Brauereimuseums FBMNews – nicht das einzige Print-Projekt. Im Rahmen eines weiteren, geplanten Buch-Projekts über Frankens Biere und Brauereien habe ich gestern einen Anruf der Rhönbrauerei Dittmar aus Kaltennordheim bekommen. Da erkundigte sich eine sehr nette Dame höflich, ob ich denn wisse, das Kaltennordheim in Thüringen liege. Natürlich wisse ich das, meinte ich. Aber ich sehe ja Franken als Kulturregion und nicht unbedingt “nur” in den Grenzen von Ober-, Mittel- und Unterfranken. Und solange man sich im Dreiländereck zwischen Franken, Hessen und Thüringen durchaus als “fränkisch” sehe, wäre mit die Rhönbrauerei Dittmar in besagtem Buch willkommen. Was besagte, freundliche Dame mit dem Hinweis beantwortete, das es in der Region einen sarken unterfränkischen “Einschlag” gebe. Na also! Dann passt es ja!

Rhöner Urtyp Dunkel Rhönbrauerei Dittmar Kaltennordheim Biertest

Und ich kann so nebenbei ganz beruhigt in meinem Blog weiter über die Biere der Rhönbrauerei Dittmar schreiben. Wie zum Beispiel rein zufällig heute über den Rhöner Urtyp.

Urtyp 2

Dabei handelt es sich um ein richtig schön dunkles Bier, bei dem man das dunkle Malz schon riecht. Und nicht nur das. Auch beim Geschmack hat an eine Fülle an Aromen auf Zunge und Gaumen, die man so fast schon eher von einem dunklen Bock erwarten würde. Nur das hier “zahme” 4,9 % Alkohol am Werk sind und nicht über 6 %. Schön malzig ist das Bier, leicht süßlich mit Noten aus den Bereichen dunkle Schokolade und Trockenfrüchte. Da ist es fast mehr ein Schwarzbier als ein “einfaches Dunkles”. Nach hinten raus nimmt die Würze ein wenig zu und die typische Trockenheit von Röstmalzen zusammen mit dem Hopfen ergibt einen schönen Kontrapunkt zur fruchtigen Malzsüße. Was soll ich sagen: Ganz gut, dieser Rhöner Urtyp und von den Aromen her gar nicht so karg, wie die Rhön. Aber auch in der Rhön hat Franken mehr zu bieten, als man denkte …

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