Der Führer durch die fränkische Bierwelt

Staffelberg Bräu Loffeld: Champagner-Zwerg (Nr. 1500)

Erwartet jetzt bitte keinen tiefgründigen Jahresrückblick von mir. Den gibt es erst zum 10. Januar, wenn das Bier des Tages wieder ein komplettes Jahr älter wird. Das ist mittlerweile Tradition so. Mich treibt heute eher etwas anderes um: Jedes Jahr an Silvester stelle ich mir nämlich Frage, mit welchem Getränk ich heute anstoßen soll? Denn während nahezu die ganze Nation heute Nacht um 24.00 Uhr die Sektflaschen köpft, steht mir auch zu dem Zeitpunkt der Sinn eher nach Bier. Ehrlich gesagt habe ich schon seit Jahren keinen Wein mehr getrunken und auch zum Kochen dulde ich höchstens Weißwein zu den blauen Zipfeln. Und auch nur deshalb, weil mir ein adäquates Bier fehlt!

Loffeld Staffelberg Bräu Zwerge

Wie jedes Jahr bin ich auch in diesem Jahr auf der Suche nach einem adäquaten Sekt-Ersatz. Ganz heißer Anwärter auf den Posten war der Champagner-Zwerg von der Staffelberg Bräu in Loffeld. Der lief mir eines Abends im – wo auch sonst – Abseits mit drei anderen kleinen Zwergen, über die auch noch zu schreiben sein wird, über den Weg.

Champagner Zwerg Loffeld Staffelberg Bräu

Champagner-Zwerg klingt doch passend für heute Abend. Dabei soll es sich um eine Helles handeln, dem eine Champagner-Hefe den letzten Schliff gegeben haben soll. So sagt es das Etikett. Außerdem stehen noch 14 % Stammwürze zu Buche und an Hopfen Hallertauer Tradition und Spalter Select. Das klingt generell nicht schlecht. Und besagte Hefe soll dem Bier eine leichte Säure und eine prickelnde Textur geben. Klingt auch schon mal nicht schlecht!

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Im Glas und auf Zunge und Gaumen werde ich dann mit dem Champagner Zwerg doch nicht so richtig”warm”. Hell ist er wie ein Witbier, mit 5,0 % nett im Alkohol, im Aroma auch fruchtig leicht … Das erinnert mich – wie gesagt – alles an ein Witbier, nur dass hier beim Champagner Zwerg die Gewürze fehlen. Ansonsten macht der Champagner Zwerg eigentlich alles richtig: Die leichte Weinsäure, der leicht fruchtige Charakter, das spritzige Mundgefühl – das ist alles gut und hat auch seinen Reiz, aber mir fehlt noch etwas. Vielleicht ein wenig mehr Hopfen? Oder eben ein paar mutige Gewürze? Oder aber vielleicht Orangennoten? Oder als Basis vielleicht statt eines Hellen eher ein Weizenbier?
Vielleicht erwarte ich auch nur zu viel von einem “perfekten Bier” für diesen Abend? Bin ich mittlerweile ein zu abgehobener Biersnob geworden? Dann läge der Fehler eindeutig nicht beim Bier, sondern bei mir und ich nehme mir für das nächste Jahr vor, nicht mehr ganz so “snobbistisch” auf die Bierwelt zu schauen. Bis dahin allerdings geht meine Suche nach dem Perfekten Bier als Sektersatz auch im nächsten Jahr weiter. Der Loffelder Champagner Zwerg ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung! Und der Chamapgner Zwerg kommt ja auch noch mit einem Saphir Pils, einem Saphir Bock und dem Rotbier als Kumpel. Da lohnt sich das Probieren auf jeden Fall!

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Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und kommt gut ins neue Jahr!

 

 

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